Wenn Vertreter der Kunsthandelszunft selber sammeln, hat das zuweilen einen schalen Beigeschmack. Sind die angehäuften Werke womöglich Gefälligkeitsgaben der Künstlerschaft und somit von geringerer Qualität als die sorgfältig in Privat- und Museumssammlungen platzierten Werke? Oder ist es umgekehrt so, dass die Kunstprofis die besten Stücke für sich abzweigen und ihrer Klientschaft vorenthalten?

Eine Nachlassauktion ist oft der Moment der Wahrheit, und manche aufwendig als «Privatsammlung» vermarktete Werkgruppe entpuppt sich als verbrämter Rest eines Warenlagers.

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