Als Folge der Covid-19-Krise sind die Umsätze eines ganzen Heeres von Firmen rund um den Globus innert kürzester Zeit massiv eingebrochen. Konsequenterweise verursachte dies eine enorme, weltweite Firmenliquiditätskrise. Und dann galoppierten weisse Ritter in die Szenerie – die Regierungen mit ihren Zentralbanken im Rücken.

Matthias Jenzer ist CEO von Quilvest (Switzerland) Ltd.

Gewaltige Firmenrettungspakete wurden geschnürt und ausgeschüttet – zumeist als Kredite auf Zeit. Dies hat eine massive Firmenkonkurswelle verhindert. Doch wurde dadurch ein Heer von Geisterfirmen geschaffen – Firmen, welche in ihrer derzeitigen Form wohl nicht überlebensfähig sind, aber dank Regierungshilfe auf Zeit noch leben.

Firmenkonkurse und –restrukturierungen werden sich häufen

Der «Luckup» hat in vielen Ländern begonnen. Die betroffenen Volkswirtschaften erholen sich langsam. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass viele Firmen lange brauchen werden, um in einen «normalen», gewinnbringenden Geschäftsrhythmus zurückzufinden – zu lange, um unter der bestehenden Schuldenlast stehenbleiben zu können.

Etliche Firmen werden ihren längerfristigen Geschäftsausblick drastisch überdenken müssen. Als Folge dessen wird es in den kommenden Monaten vermehrt zu Firmenschuldenrestrukturierungen kommen. Der Markt wird überschwemmt mit Schuldpapieren von Firmen, welche im Stress sind – «distressed debt».

Eine Bonanza für Investoren, welche sich auf genau solche Ereigniswellen spezialisiert haben. Sie kaufen solche Schuldenpapiere zu Schnäppchenpreisen auf oder geben solchen Geisterfirmen Kredite zu sehr attraktiven Zinsen in der Hoffnung, dass diese die Krise unter Hilfenahme von Restrukturierungsmassnahmen überleben können.

«Distressed debt» Fonds kaufen!

«Dank» der Vielzahl von Schuldenkrisen in der Vergangenheit gibt es heute viele, erfahrene Fondsmanager, welche gezeigt haben, dass sie solche Ereigniswellen in attraktive Investment-Performance ummünzen können. Die nächste Schuldenkrise ist da...