Ob sie die anwesenden Poli­tiker beim UNO-Klimagipfel rhetorisch zusammenfaltet, Angriffe von US-Präsident Donald Trump via Twitter kontert oder am nächsten WEF in Davos den Wirtschaftsmächtigen einheizt: Was Greta Thunberg tut, findet überall ­Beachtung. Die 17-Jährige hat mit ihren Schulstreiks fürs Klima eine weltweite ­Jugendbewegung initiiert. Auch in der Schweiz ist Fridays for Future vor gut ­einem Jahr angekommen, als erstmals 500 Schüler vor dem Gebäude der Zürcher Kantonsregierung auf die Strasse gingen und forderten, den Klimanotstand auszurufen. Seither haben Jugendliche im ganzen Land für mehr Klimaschutz demonstriert und die öffent­liche Debatte geprägt. «Klimajugend» ist das Deutschschweizer Wort des Jahres 2019.

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer drängender. Auch, aber nicht nur wegen Fridays for Future. Dass die Menschheit umdenken und ihr Wirtschaftssystem umgestalten muss, wenn sie fortbestehen will, ist seit Jahrzehnten bekannt. Ein Grund dafür ist die demografische Entwicklung: Momentan leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde, für das Jahr 2050 prognostizieren die Vereinten Nationen bereits rund zehn Milliarden.