Die Schweizer Börse hat am Mittwoch weiter zugelegt. Der Leitindex SMI stieg bis zum Handelsschluss um 1,5 Prozent auf 11’140 Punkte. Damit lag er erstmals seit drei Wochen wieder über der psychologisch wichtige Marke von 11’000 Zählern.

Beflügelt von der Hoffnung auf eine nachlassende Teuerung und damit auf eine moderatere Gangart wichtiger Notenbanken bei der Inflationsbekämpfung griffen die Anlegenden zu. Analysten und Analystinnen warnten allerdings vor verfrühter Euphorie. «An der Inflationsfront gibt es etwas Entspannung», erklärten die Expertinnen und Experten der Luzerner Kantonalbank. «Diese geht vor allem von den rückläufigen Energiepreisen aus. Für eine Entwarnung ist es allerdings noch zu früh.»

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BKW legte am breiten Markt stark zu

Gefragt waren vor allem Unternehmen mit stark konjunkturgetriebenem Geschäft und Finanzwerte. An die Spitze der Standardwerte setzte sich die Swiss Re mit 4,6 Prozent Kursplus. Rückversicherer dürften wegen der teuren Naturkatastrophen bei den wichtigen Vertragserneuerungen im Januar höhere Prämien durchgesetzt und schadenträchtige Policen etwa in stark Hurrikan-gefährdeten Regionen nicht erneuert haben. Der Elektrotechnikkonzern ABB sowie die Bauwerte Geberit und Sika gewannen mehr als 3 Prozent an Wert, die Grossbank UBS 2,4 Prozent.

Am breiten Markt notierten die BKW-Aktien um 3,8 Prozent fester, nachdem der Berner Stromkonzern für 2022 einen Anstieg des Betriebsgewinns (Ebit) auf mehr als 1 Milliarden Franken in Aussicht gestellt hatte. Vorübergehend erreichte der Kurs bei 136,20 Franken den höchsten Stand seit mehr als 14 Jahren.

(reuters/mth)

Freuen Sie sich nicht zu früh!

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