Nimmt Nationalbank-Präsident ­Thomas Jordan einen Schritt in Richtung einer digitalen Währung? Die SNB liess vor kurzem ein gutes Dutzend Marken eintragen: vom «Digitalen Schweizer Franken» über den «e-franco» bis zum «Digital Swiss Franc».

Die Eintragung geschah, nachdem die SNB im Dezember gemeinsam mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der Börsenbetreiberin SIX den erfolgreichen Abschluss eines Tests für Transaktionen mit Blockchain-Technologie verkündet hatte.

Im Rahmen des Projekts Helvetia wurden unter anderem auch digitale Franken gehandelt. Der Markeneintrag dürfte allerdings eher defensiven Charakter haben.

86 Milliarden analoge Franken gibt es derzeit (Notenumlauf Ende November 2020).

So teilt ein Sprecher mit, die SNB plane nicht, ­einen digitalen Franken für End­kunden einzuführen, da dies keinerlei Vorteile gegenüber den bestehenden Systemen aufweise.

Geprüft werde ­lediglich, ob eine digitale Währung für Grosskunden wie Banken Sinn machen würde. Das bedürfe aber noch einer genaueren Analyse. Nicht ge­sichert hat sich die Notenbank die ­entsprechenden Internet-Adressen. Diese sind teilweise schon seit Jahren an Dritte vergeben. (hec)

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