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Thomas Jordan, president of the Swiss National Bank (SNB), poses for a photograph after a Bloomberg Television interview following  the bank's rate announcement news conference in Bern, Switzerland, on Thursday, June 13, 2019. The Swiss National Bank stuck with ultra-loose monetary policy and a pledge to battle currency strength amid a deteriorating backdrop that’s tying its hands. Photographer: Stefan Wermuth/Bloomberg
Quelle: Bloomberg

PersonThomas Jordan

Rund fünf Jahre gibt es sie schon, die Negativzinsen, und noch immer ist kein Ende in Sicht. Es bestehe gar die Möglichkeit für weitere Senkungen, liess Jordan kürzlich wissen. Solche Aussagen machen immer weniger Leuten Freude. Denn viele gehören zu den Verlierern der Leitzinsen von derzeit minus 0,75 Prozent, etwa die Rentner, die mit schrumpfenden Pensionen dafür bezahlen, oder die Sparer, die mit mageren Renditen die Zeche übernehmen. Ausserdem schiessen sich zunehmend Ökonomen auf den Nationalbank-Präsidenten ein, weil sie Negativzinsen generell für schädlich halten. Deutlich mehr als früher muss sich Jordan in den Medien oder bei Vorträgen erklären. Vorbei die Zeiten, als der Vertrauensvorschuss so gross war, dass Jordan praktisch als unangreifbar galt. Schliesslich brachte er nach dem Abgang seines Vorgängers Philipp Hildebrand, der 2012 nach Devisentransaktionen seiner Frau hatte zurücktreten müssen, Ruhe ins Gremium. Derzeit versucht Jordan seinen Support wieder zu erhöhen, indem er aufzeigt, dass es auch Gewinner der tiefen Zinsen gebe: Bund und Kantone etwa, die weniger für ihre Schulden zahlen müssen, oder Hauseigentümer und Mieter, die angesichts der Zinslage viel Geld sparen.

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