Stellen Sie sich vor: Sie stehen mit Ihrem Vermieter in der ausgeräumten Wohnung, wo Sie sieben Jahre lang mit Ihrer Familie inklusive Katze gelebt haben. Alles ist sauber geputzt. Sie sind zuversichtlich, dass die Übergabe der Wohnung unkompliziert abläuft. Doch dann notiert der Vermieter auf dem Abgabeprotokoll einen Mangel nach dem anderen:

  • Wasserringe auf dem Parkettboden: 300 Franken
  • Bilderschatten im Wohnzimmer: 500 Franken
  • Sprung im Lavabo: 700 Franken
  • Eigenmächtig montiertes Katzentörli in der Balkontür: 300 Franken
  • Kleines Brandloch im Spannteppich: 800 Franken
  • Farbige Kritzelei im Kinderzimmer: 500 Franken
  • Vergilbte Raucherwände im Bürozimmer: 500 Franken

Sie bleiben zuversichtlich, schliesslich haben Sie eine Privathaftpflichtversicherung. Die Rechnung des Vermieters mit einer Schadenersatzforderung von 3600 Franken leiten Sie an die Versicherung weiter. Als diese Ihnen mitteilt, dass sie nur 720 Franken zahle, werden Sie unsicher – und sind verärgert. Wer übernimmt die Differenz von 2880 Franken – doch nicht Sie?!