Millennials wollen ihr Geld nicht nur gewinnbringend anlegen, sondern sie achten bei ihren Investitionen auch auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung stehen deshalb bei jungen Menschen, die mit digitaler Technologie und Social Media aufgewachsen sind, hoch im Kurs: Das hat eine gross angelegte Studie ergeben, bei der 20'000 Anleger aus der Schweiz und 27 weiteren Ländern online befragt wurden.

Laut der «Schroders Global Investor Study 2016» legen die zwischen 1990 und 1998 geborenen Millenials bei ihren Anlageentscheidungen mehr Wert auf gesellschaftliche Verantwortung, Unternehmensführung und Umweltthemen als die über 36-Jährigen. Ausserdem wollen sie mit ihrem Vermögen lieber Armut und Klimawandel bekämpfen.

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Keine Waffen

Die sogenannten ESG-Anlagen (Environmental, Social and Governance) bleiben zudem länger im Portfolio – im Durchschnitt 2,1 Jahre mehr als übrige Investitionen. Stimmt die ESG-Bilanz eines Unternehmens nicht, ziehen Millennials die Konsequenzen und lösen das Investment auf. Besonders stark trifft dies die Bereiche Waffenhandel und Rüstungsproduktion.

Auch Firmen mit Beziehungen zu repressiven Regimen werden abgestraft: Menschenrechte vor Gewinnmaximierung.

Überraschende Veränderung

Der Trend zur Nachhaltigkeit überrascht: Eine frühere Studie von Schroders hatte ergeben, dass Millennials bei Finanzfragen zu sehr auf Rendite setzen. Der jungen Generation fehle jegliches Augenmass, hiess es damals. Im Schnitt halten Millenials Gewinne von 10,2 Prozent für den Normalfall. Ältere Anleger würden sich hingegen mit 8,4 Prozent zufrieden geben. Noch tiefer war allerdings die tatsächliche Rendite an den globalen Aktienmärkten in den vergangenen zwölf Monaten: Unter 4 Prozent verdienten die Anleger im Schnitt.