In der Schweiz finden dazu an verschiedenen Orten Veranstaltungen statt, wie die Gewerkschaft Unia im Vorfeld des Internationalen Frauentages mitteilte. So sind in Bern Demonstrationen geplant, in Luzern ist eine Standaktion vorgesehen. In Zürich soll an einer Podiumsdiskussion über die Rolle der Frauen diskutiert werden. Nicht nur in der Deutschschweiz, auch im Tessin und in der Romandie sind verschiedene Veranstaltungen vorgesehen.

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Ein Bündnis gegen AHV 21 hatte anfangs Jahr das Referendum gegen die Reform der Altersvorsorge eröffnet, denn ihrer Meinung nach sollen zu Lasten der Frauen 10 Milliarden Franken eingespart werden. Dies bedeute für die Frauen eine Rentenkürzung von jährlich rund 1200 Franken. Das Referendum soll demnächst bei der Bundeskanzlei eingereicht werden.

Luftraum in Frauenhand

Dass Frauen unter anderem auch in der männlich dominierten Aviatik-Branche eine wichtige Rolle spielen, zeigt derweil die Flugsicherung Skyguide. Am Internationalen Frauentag werde der Schweizer Luftraum überwiegend von Frauen überwacht, teilte das Unternehmen mit.

Rund 50 Frauen seien an diesem Tag in der Luftraum-Überwachung, in den Towers der internationalen Flughäfen Zürich und Genf sowie in den Kontrolltürmen der regionalen Flugplätze im Einsatz. Der Anteil der Frauen sei in der Flugsicherung in den letzten Jahren auf fast ein Viertel gestiegen, so Skyguide in der Mitteilung weiter.

Vor 111 Jahren wurde der Frauentag erstmals begangen - in der Schweiz und drei weiteren europäischen Ländern. Er findet jährlich am 8. März statt. Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Stellung der Frauen sowie ihre Anliegen werden an diesem Tag thematisiert.

In der Schweiz war 2020 eine von fünf Frauen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) mit Kindern im Vorschul- oder schulpflichtigen Alter vollzeiterwerbstätig, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) kürzlich schrieb. 79 Prozent der erwerbstätigen Frauen mit Kindern unter 15 Jahren arbeiteten Teilzeit. (sda/hzi/kbo)