Die aktuellen Berechnungen des Schätzerkreises Rentenfinanzen, dem Vertreter der Rentenversicherung Bund, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des Bundesarbeitsministeriums angehören, rechnen für das kommende Jahr zur Jahresmitte mit einer deutlichen Rentenerhöhung. Im Westen dürften die Renten um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent ansteigen. Auch 2023 ergebe sich nach derzeitiger Einschätzung eine hohe Anpassung von 4,9 Prozent im Westen und 5,7 Prozent im Osten.

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Ökonomischer Aufschwung setzt sich fort

Die konkrete Rentenanhebung steht erst im März fest, wenn abschliessende Daten zur Lohnentwicklung vorliegen. Die deutlichen Anhebungen sind vor allem eine Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Einbruch in der Corona-Krise, der sich im kommenden Jahr nach derzeitiger Einschätzung der Bundesregierung fortsetzen dürfte. Wenn Beschäftigung und Löhne steigen, legen in der Regel auch die Renten zu.

Für 2024 gehen die Rentenschätzer in ihren Modellrechnungen allerdings von einer rechnerischen Negativ-Anpassung im Westen um 0,7 Prozent aus. Eine Rentenkürzung ist aber gesetzlich ausgeschlossen. Daher hatte es im laufenden Jahr für die Rentner im Westen eine Nullrunde gegeben, obwohl die Renten aufgrund der zurückgehenden Lohnsumme als Folge des Corona-Einbruchs 2020 rein rechnerisch hätten gekürzt werden müssen. Im Osten waren die Bezüge wegen der bis Ende 2024 vereinbarten schrittweisen West-Ost-Angleichung der Renten um 0,72 Prozent gestiegen. (reuters/hzi/sec)