Die Beitragseinnahmen stiegen im vergangenen Jahr nur um 1,2 (2019: 7,1) Prozent auf 220,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband GDV heute in Berlin mitteilte. Vor allem bei Lebensversicherern hinterliess die Krise Spuren. Bei ihnen wurden zwölf Prozent weniger neue Verträge abgeschlossen. Die Kfz-Versicherer profitierten dagegen vom geringeren Verkehr während der Lockdowns im Frühjahr und im Herbst. Weil es weniger Unfälle gab, mussten sie 9,1 Prozent weniger für Schäden zahlen. Damit konnten die Sachversicherer die coronabedingten Belastungen etwa durch Betriebsschliessungen und Veranstaltungs-Ausfälle mehr als wettmachen.

Hoffen auf Wachstum für 2021

Für das laufende Jahr hofft der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wieder auf ein stärkeres Wachstum. Die Beiträge sollen insgesamt um mehr als zwei Prozent zulegen. Verbandspräsident Wolfgang Weiler sprach von einem "vorsichtigen Optimismus". Dafür müssten aber die Corona-Beschränkungen im Lauf des Frühjahrs gelockert werden und die Impfungen grosse Fortschritte machen. In der Lebensversicherung erwartet der GDV infolge von Nachholeffekten ein Beitragsplus von zwei Prozent; 2002 waren die Beitragseinnahmen um 0,4 Prozent geschrumpft. In der Schaden- und Unfallversicherung zeichne sich ein schwächeres Beitragswachstum von 1,5 (2020: 2,1) Prozent ab. (reuters/hzi/kbo)