health 24 summit

 HZ Insurance Health 24 Summit: Am 4. Juli im Widder Hotel in Zürich.

Quelle: HZ Insurance
HZ Insurance Health 24 Summit

Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut. Das lassen wir uns aber auch einiges kosten, was viele Herausforderungen für die Marktplayer mit sich bringt. 

Welche das sind, erfahren Sie hautnah und topaktuell am neuen C-Level Event für den Gesundheitssektor: Der HZ Insurance Health 24 Summit checkt am 4. Juli im Widder Hotel in Zürich unter dem Motto «Fit für die Zukunft. Das Gesundheitssystem der Schweiz im Wandel» den Puls der Branche. Hochkarätige Gäste und Expertinnen und Experten drehen das Scheinwerferlicht auf die drängendsten Themen. Welche Lösungswege gibt es, wo besteht Optimierungspotenzial? Und was haben die Patienten davon? Sichern Sie sich ein Ticket und diskutieren Sie mit! 

Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung. Wir freuen uns auf Sie.

Deckel, welcher Art auch immer, haben es in unserem Gesundheitswesen schwer. Das hat sich am Sonntag wieder einmal gezeigt. Zwei Volksinitiativen, die eine zu den Prämien, getarnt als «Entlastungs»-Initiative, die andere zu den Kosten, getarnt als «Brems-Initiative», wurden klar verworfen. Sie hatten letztlich nichts anderes im Sinn als die Prämien und Kosten zu deckeln. Das ist nun vom Tisch, aber beide Themen bleiben natürlich auf der politischen Agenda, keine Frage.

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Abkehr von der teuren Spitalplanung

Bei den Prämien kommt nun der indirekte Gegenvorschlag zum Zug. Er bindet die Kantone stärker ein. Steigen die Kosten, müssen auch die Kantonsbeiträge an die Prämienverbilligung steigen. So haben die Kantone einen Anreiz, verstärkt auf die Kostenentwicklung einzuwirken. Man darf gespannt sein, ob und wenn ja, wie sie das machen. Eine Abkehr von der strukturerhaltenden und teuren Spitalplanung ist da sicherlich eine Möglichkeit, die sie in Betracht ziehen sollten.

Brachialinstrument Kostendeckel

Die Befürworter des Kostendeckels haben mit der Vermeidung von unnötigen Mehrfachuntersuchungen argumentiert. Die gibt es zweifellos. Bei den Ultraschalluntersuchungen ist beispielsweise der Anteil von Doppeluntersuchungen, die innerhalb einer Woche durchgeführt wurden, von 2012 bis 2023 um fast 9 Prozent angestiegen. Niemand wird ernsthaft behaupten wollen, dass im Jahr 2023 unter diesen fast 450'000 Ultraschallen keine unnötigen Doppeluntersuchungen waren. Mit einem Brachialinstrument wie dem Kostendeckel lassen sich aber überflüssige von notwendigen Ultraschalluntersuchungen in einer individuellen Behandlungssituation gar nicht unterscheiden. Um das Problem zu lösen, muss die Untersuchung richtig tarifiert werden – denn wird etwas überentschädigt, wird es auch häufiger gemacht.

Tarifpflege nicht möglich

Eine solche Tarifpflege ist aber momentan nicht möglich. Der mittlerweile 20 Jahre alte Tarmed lässt das nicht zu. Alle sind sich einig, dass er ausgedient hat. Die erste Institution, welche die zahlreichen Probleme auf mehr als 800 Seiten aufgezeigt hat, war im Jahr 2010 die Eidgenössische Finanzkontrolle. Ihr Bericht war der Startschuss für die Tarifrevision. In einem Bericht zur Überprüfung ihrer Umsetzungsempfehlungen hält sie 2016 fest: «Obwohl die Tarifpartner ihre Arbeiten bereits vor fünf Jahren aufgenommen haben, wurden die Grundsätze für die Revision des Tarmed vom Bundesrat erst im Mai 2015 verabschiedet. Sie sind zudem sehr allgemein gehalten.»

Krücke Tarmed

Seit 2019 haben die Tarifpartner sage und schreibe fünf Genehmigungs- und Nachreichungsgesuche für einen neuen Tarif eingereicht. Immer wieder wurden neue Forderungen gestellt. Der Juni 2024 ist aber nun der Monat der Entscheidung: Genehmigt der Bundesrat den neuen Tarif Tardoc nicht, wird es auf Jahre hinaus bei der Krücke Tarmed bleiben. In diesem Zeitraum werden wir dann wieder zur Abstimmung schreiten dürfen, denn am Sonntag wurde bekannt, dass auf 2025 eine Volksinitiative für eine öffentliche Krankenkassen lanciert wird. Das wäre dann der ultimative (Sarg)Deckel.

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