Allianz Suisse hat im ersten Halbjahr 2021 zwar mehr Prämien eingenommen, aber unter dem Strich weniger verdient. Belastet wurde das Ergebnis durch die hohen Schadenaufwände im Zusammenhang mit den jüngsten Unwetterereignissen.

Das Gesamt-Prämienvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 2,69 Milliarden Franken an, wie der Versicherer am Montag mitteilte. Zum Wachstum beigetragen habe sowohl das Lebensgeschäft mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 1,20 Milliarden als auch das Sachgeschäft mit +0,5 Prozent auf 1,49 Milliarden.

Rekordschäden durch Juli-Unwetter

Das operative Ergebnis ging aber um 16 Prozent auf 160 Millionen Franken zurück und unter dem Strich resultierte ein um 9,4 Prozent tieferer Reingewinn von 143 Millionen Franken. Bis Ende Juni seien schweizweit 25'000 Schadenfälle verzeichnet worden, wobei mit einem Aufwand von 90 Millionen Franken gerechnet werde, schreibt Allianz Suisse. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies ein Anstieg der Schäden aus Naturereignissen von 70 Millionen Franken.

«Mit den Juli-Unwettern werden wir ein im negativen Sinne absolutes Rekordjahr verzeichnen», lässt sich CEO Severin Moser in der Meldung zitieren. Die Belastung durch die Unwetterschäden werde aber durch die Rückversicherung gedämpft. Überdies könnten die Aufwendungen durch die Kapitalstärke von Allianz Suisse abgefedert werden.