In den Hitzesommern 2003, 2015 und 2019 lag die Zahl der zusätzlichen Todesfälle zwischen 500 und knapp 1000. Die Übersterblichkeit bewegte sich damit zwischen 3,5 und 6,9 Prozent.

2003 starben im Juni bis im August 975 Menschen mehr, als in den Vergleichsperioden mit ausgebliebener Sommerhitze. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einem Faktenblatt ausweist, entspricht das einer Übersterblichkeit von 6,9 Prozent.

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Im Hitzesommer 2015 betrug die Übersterblichkeit 5,4 Prozent. Das sind 804 zusätzliche Todesfälle. 2019 registrierte das BAG 521 zusätzliche Todesopfer und damit eine Übersterblichkeit von 3,5 Prozent. Auch 2018 gab es hohe Sommertemperaturen. Damals entfiel die Übersterblichkeit von 1,2 Prozent aber allein auf den Monat August und ist damit statistisch nicht signifikant.

Hauptbetroffen sind über 80-Jährige

Eine im März veröffentlichte Forschungsarbeit der Universität Bern wies eine Verdreifachung der hitzebedingten Todesfälle in der Schweiz seit den 1970er-Jahren nach. Die Forscherinnen und Forscher hatten die Jahre 1969 bis 2017 untersucht.

Lag die Zahl der jährlichen Todesfälle wegen Hitze in den 1970er-Jahren bei 74, wurden im Zeitraum zwischen 2009 und 2017 im Durchschnitt zusätzliche 181 durch Hitze verursachte Todesfälle verzeichnet. Rund zwei Drittel dieser Todesfälle betrafen die über 80-Jährigen.

Die ergriffenen Massnahmen nach der Hitzewelle von 2003, die europaweit zehntausende Menschenleben forderte, schienen aber eine gewisse Wirkung entfaltet zu haben. Denn die Zahl der hitzebedingten Todesfälle ging in den Jahren 2000 bis 2009 zurück.

Der Klimawandel und die Alterung der Bevölkerung stellen gemäss den Forschenden indessen weiterhin eine doppelte Herausforderung für die Zukunft dar. (sda/hzi/kbo)