Swiss Re ergänzt das Risikotransfergeschäft mit dem strategischem Ausbau der Risiko-Expertise und erfolgreichen Risikopartnerschaften. Die angestrebte Eigenkapitalrendite (ROE) der Gruppe von 14 Prozent im Jahr 2024 soll durch höhere Gewinnbeiträge von L&H Re, attraktive Margen im Sach- und Haftpflicht-Geschäft sowie anhaltende Kostendisziplin erreicht werden. Das Unternehmen sieht attraktive Möglichkeiten für den Einsatz von Kapital in allen Geschäftsbereichen. Die Umstellung der Gruppe auf IFRS per 2024 wird voraussichtlich zu einer Steigerung der Gewinne und der Eigenkapitalrendite (ROE) im Vergleich zur derzeitigen US-GAAP-Rechnungslegung führen.

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«Seit unserem letzten Investors' Day haben wir viel erreicht. Wir haben den Turnaround von Corporate Solutions erfolgreich abgeschlossen und die Margen im P&C Re Geschäft erheblich verbessert. Trotz der COVID-19-Pandemie entwickelte sich das zugrunde liegende L&H Re-Geschäft weiterhin gut. Darüber hinaus bauen wir iptiQ zu einem führenden digitalen White-Label-Versicherer aus. Unsere Strategie, unseren Kunden mehr als nur Risikotransfer zu bieten, funktioniert, und wir sehen attraktive Möglichkeiten, das Kapital unserer Aktionäre einzusetzen. Gleichzeitig werden wir an unserer strikten Kostendisziplin festhalten, mit der wir unsere Kosten in den letzten zehn Jahren weitgehend stabil halten konnten, während wir die Einnahmen um 6 Prozent pro Jahr gesteigert haben», sagt Christian Mumenthaler, Group Chief Executive Officer von Swiss Re.

Reinsurance steht im Mittelpunkt

Reinsurance ist nach wie vor ein sehr attraktiver Geschäftsbereich, der die Segmente P&C Re und L&H Re umfasst. Mit ihrer Kapitalstärke, Diversifikation und Fähigkeiten im Bereich Alternativkapital verfügt die Geschäftseinheit über wichtige strategische Voraussetzungen, um im Kernmarkt Risikotransfer und auf dem komplexeren Gebiet der Grosstransaktionen erfolgreich zu konkurrieren. Gleichzeitig kann Reinsurance dank der globalen Präsenz, der im Branchenvergleich führenden Risikokompetenz und des etablierten Kundennetzwerks zunehmend Lösungen anbieten, die über den traditionellen Risikotransfer hinaus gehen, beispielsweise in Bereichen wie Exponierungsüberwachung, Underwriting-Analyse und Telematik.

Für P&C Re stehen nach wie vor erstklassiges Underwriting und diszipliniertes Wachstum im Mittelpunkt. Dazu gehört auch der weitere Ausbau des Naturkatastrophengeschäfts, das in den letzten zehn Jahren einen Schaden-Kosten-Satz von durchschnittlich 75 Prozent erzielt hat und auf zunehmendes Interesse bei externen Kapitalpartnern gestossen ist.

L&H Re hat im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts durch profitables ökonomisches3 Neugeschäft die Bestandsmargen von 13 Milliarden US-Dollar auf 27 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Bei diesen Margen handelt es sich um erwartete Gewinne aus dem Bestandsgeschäft, die nach US-GAAP noch nicht als Gewinne gebucht werden, da die Gewinnrealisierung über einen längeren Zeitraum hinweg aufgeschoben wird. Obwohl die COVID-19-Verluste diese grundlegende Entwicklung in den letzten beiden Jahren überschattet haben, bieten diese Margen eine solide Grundlage für attraktives künftiges Ertragswachstum, da sie sich schrittweise im ausgewiesenen Gewinn niederschlagen dürften. (hzi/wil)