Starkregen und Hochwasser in der Schweiz und Deutschland sowie Hitzewellen in Südeuropa haben das Wetter in den vergangenen Wochen geprägt. Tatsächlich nahm die Häufigkeit und die Stärke von extremen Niederschlägen und Hitzewellen seit 1950 zu, und solche Extremereignisse werden dem IPCC-Bericht zufolge in Zukunft häufiger und heftiger. Hauptverursacher ist demnach der durch den Menschen verursachte Klimawandel. "Bei einigen der jüngst beobachteten Hitzewellen ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie ohne menschlichen Einfluss so aufgetreten wären", sagt Sonia Seneviratne, Professorin an der ETH Zürich und koordinierende Leitautorin des Kapitels zu den Änderungen in Wetter- und Klimaextremen, in einer Mitteilung der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT).

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Über 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 66 Ländern, darunter fünf aus der Schweiz, arbeiteten im ersten Teil des sechsten Sachstandberichts die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels auf. Seit dem letzten Sachstandbericht vor sieben Jahren sei die Sicherheit vieler Aussagen dank mehr Daten, besserem Verständnis der physikalischen Prozesse und verbesserter Modelle deutlich gestiegen, so die SCNAT. Vieles ist klarer geworden, unter anderem die Rolle des Menschen.

Das Ausmass der jüngsten Veränderungen im gesamten Klimasystem und der gegenwärtige Zustand vieler Aspekte des Klimasystems sind dem IPCC zufolge seit vielen Jahrhunderten bis Jahrtausenden beispiellos. Auch die Schweiz wird sich den Entwicklungen nicht entziehen können: Denn laut dem Bericht erwärmen sich die Landmassen grundsätzlich stärker als das globale Mittel, und Wetterextreme werden regional unterschiedlich auftreten. "Hitzewellen, Starkniederschläge und landwirtschaftliche und ökologische Dürren werden in Westzentral-Europa, und deshalb auch in der Schweiz, mit zunehmender globaler Erwärmung vermehrt auftreten und intensiver werden", so Seneviratne.