Am Immobilienmarkt wirken weiterhin elementare und preistreibende Faktoren wie Zuwanderung und Baulandknappheit. Dennoch ist etwas Ruhe eingekehrt auf dem heiss gelaufenen Schweizer Immobilienmarkt.

Im August sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in der Schweiz erstmals seit Monaten leicht gesunken. Objekte wurde mit -0,6 Prozent zu tieferen Preisen inseriert als im Vormonat. Bei den Einfamilienhäusern bleiben die Preiserwartungen mit einer marginalen Zunahme von 0,1 Prozent faktisch unverändert. Dies zeigt der Swiss Real Estate Offer Index, der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird.

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Ob diese Entwickung eine Folge der gestiegenen Zinsen ist, bleibt nach Darstellung der Branchenexperten abzuwarten. Am Szenario einer Marktwende seien trotz der jüngsten Zahlen Zweifel angebracht, heisst es in einer Medienmitteilung.

Immobilien bleiben als Anlageobjekte weiter beliebt

Bei Versicherungen sind Investitionen in Immobilien weiterhin beliebt - trotz Sorgen wegen steigender Zinsen. Zumindest Versicherungen in Deutschland haben laut einer Umfrage Beratungsgesellschaft EY anteilig so stark in Immobilien investiert wie noch nie. Die Nachfrage von Grossanlegern wie Versicherern gerade nach Wohnimmobilien hat die Preise in den vergangenen Jahren mit nach oben getrieben.

Die Immobilienquote in ihren Anlageportfolios erreichte zuletzt trotz steigender Zinsen mit 12,1 Prozent ein Rekordniveau. Im Vorjahr waren es 11,5 Prozent gewesen. Damit hat sich die Immobilienquote binnen zehn Jahren in etwa verdoppelt. 

Immobilien dürften angesichts der hohen Inflation und stark schwankender Aktienmärkte ein wesentlicher Bestandteil in den Portfolios von Versicherern bleiben, schätzt Studienautor Jan Ohligs. Dennoch seien viele Versicherer vor allem wegen der steigenden Zinsen an den Kapitalmärkten und der hohen Preise abwartend bei neuen Investments im Immobilienbereich. (pm/hzi/mig)