Bei diesem Prozess, der unter der Leitung des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) steht, wurden grundlegende Prinzipien festgelegt, die bei der Unterzeichnung neuer Verträge zwischen Versicherern und Spitälern oder Kliniken beachtet werden müssen. Ziel dieser Grundsätze ist es, die Rechnungsstellung und die Leistungen transparenter zu machen. Spitäler und Kliniken müssen künftig klar definieren, welche Zusatzleistungen sich von den Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung unterscheiden. Von diesen neuen Vorgaben betroffen sind insbesondere die Zusatzleistungen der Kategorien Hotellerie, Spital und Medizin. 

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Getroffene Vereinbarung zwischen der Groupe Mutuel und Swiss Medical Network 

Die Umsetzung der neuen Bestimmungen wird einige Zeit beanspruchen. Die Übergangsphase dauert voraussichtlich bis Ende 2023. Es gibt jedoch keinen Grund abzuwarten. Die Groupe Mutuel und Swiss Medical Network haben bereits eine Vereinbarung getroffen, die am 1. Januar 2022 in Kraft trat. «Diese Vereinbarung entspricht den vom Schweizerischen Versicherungsverband festgelegten Grundsätzen und wird die Transparenz verbessern. Es besteht kein Grund, mit der Umsetzung von Reformen, die den Patienten zugutekommen, zu warten», soThomas Boyer, CEO der Groupe Mutuel. «Versicherer und Leistungserbringer müssen bei diesem Thema konstruktiv zusammenarbeiten. Dies war mit der Groupe Mutuel möglich und wir freuen uns, dass eine Einigung erzielt werden konnte», erklärt Dino Cauzza, CEO von Swiss Medical Network. Entsprechend profitieren Groupe-Mutuel-Versicherte mit einer privaten oder halbprivaten Spitalzusatzversicherung weiterhin schweizweit von einer optimalen Versorgung in den 20 Akutkliniken der Swiss-Medical-Network-Gruppe. 

Tarifsenkung in Sicht? 

Einzelheiten der neuen Vereinbarung zwischen der Groupe Mutuel und Swiss Medical Network werden nicht bekanntgegeben. Das Abkommen ist jedoch eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Werden die Prämien der privaten Zusatzversicherungen also sinken? «Nein. Jedenfalls nicht unmittelbar. Wenn aber alle Beteiligten – Kliniken, Spitäler, zugelassene Ärzte und Versicherer – effizient zusammenarbeiten, ist es durchaus möglich, dass bestimmte Prämien im Bereich Privatversicherungen in einigen Jahren sinken werden. Wir hoffen, dass die Leistungserbringer mitziehen, so wie es Swiss Medical Network getan hat», erklärt Thomas Boyer abschliessend. (pm/hzi/kbo)