Herr Helbling, welchen Beitrag leisten die Privatversicherer?

Die Schweizer Privatversicherungsbranche ist sich ihrer Verantwortung für Wirtschaft und Gesellschaft bewusst. Täglich vergüten die Mitgliedunternehmen des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV rund 139 Millionen Franken für Schadenfälle und Renten an ihre Kundinnen und Kunden und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu deren Zahlungsfähigkeit. Das ist zwar selbstverständlich, aber dennoch ein wichtiges Zeichen in dieser schwierigen Zeit.

Das heisst konkret?

Auch während der Corona-Krise ist es den Versicherern gelungen, die Schadenmeldungen trotz erschwerter Rahmenbedingungen wie gewohnt entgegenzunehmen und abzuwickeln.

KMU sind besorgt um ihre Liquidität. Wie tragen Ihre Mitglieder zur Entschärfung bei?

Der SVV empfiehlt seinen Mitgliedgesellschaften, in Zeiten angespannter Liquidität gegenüber diesen wichtigen Kundinnen und Kunden Verständnis und Entgegenkommen zu signalisieren. Es ist dabei letztlich an jedem einzelnen Versicherungsunternehmen, die geeigneten Massnahmen zu ergreifen, um in dieser ausserordentlichen Situation den Geschädigten Hilfe zu leisten.

Wie wird Ihre Empfehlung aufgenommen?

Eine Kurzumfrage unter den Mitgliedgesellschaften hat gezeigt, dass dieser Empfehlung schon in diesen Tagen auf vielfältige Art und Weise nachgelebt wird.

Wie stellt sich der SVV zum Massnahmenpaket für die Schweizer Wirtschaft?

Der SVV und seine Mitglieder unterstützen die Landesregierung und die Kantone bei der Bewältigung der Corona-Krise und begrüssen dieses Massnahmenpaket zugunsten der Schweizer Wirtschaft sehr. Der SVV ist überzeugt, dass die Schweiz diese Notlage meistern wird – und er ist optimistisch, dass unser Land auch aufgrund seiner wirtschaftlichen Kraft und dem damit einhergehenden Wohlstand gestärkt und geeint aus dieser ausserordentlichen Lage kommen wird.
Thomas Helbling ist Direktor des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV.

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