Erneut hat die Axa weltweit über 23’000 Teilnehmende, bestehend aus Risikomanagement-Experten und Personen aus der Bevölkerung, zu den Bedrohungen von morgen befragt. Obwohl auf globaler Ebene wieder vom Klimawandel als grösstes Risiko verdrängt, hat die Pandemie doch eine bleibende Wirkung hinterlassen. Mehr als 70 Prozent aller Teilnehmenden der Studie sind besorgt über künftige Gesundheitsrisiken und ihre Folgen. Unterschiedliche Ausprägungen zeigen sich beim Vergleich der verschiedenen Weltregionen: In Asien, dem Mittleren Osten und Afrika bleiben Pandemien und Infektionskrankheiten Sorge Nummer eins, während sie in Europa und Amerika auf den dritten Platz abrutschen. Dort sehen sich die Befragten – wie bereits in den Jahren vor der Coronapandemie – in Zukunft vor allem Gefahren ausgesetzt, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Besonders ausgebildet sind diese Befürchtungen in Europa, während in Amerika erstmals Cyber-Risiken als grösste Bedrohung ausgemacht werden.

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Schweiz zeigt sich weniger besorgt

Auch in der Schweiz hat die Angst vor Cyber-Risiken über die letzten Jahre stetig zugenommen. Dazu hat auch die zunehmende Anzahl an Cyber-Angriffen seit der Coronapandemie beigetragen und das Risiko so hinter dem Klimawandel auf den zweiten Platz gehievt. Speziell die befragten Expertinnen und Experten sehen hier eine grosse Bedrohung, während die Schweizer Bevölkerung nach wie vor stärker von der Pandemie geprägt ist. Im globalen Vergleich jedoch weniger als die anderen Länder: im Schnitt machen sich Schweizerinnen und Schweizer am wenigsten Sorgen um Risiken im Gesundheitsbereich. Gleiches gilt für den Klimawandel. Zwar beschäftigt sie die Klimakrise global gesehen fester als manch andere Regionen, verglichen mit ihren europäischen Nachbarn zeigen sie sich aber auch in diesem Bereich unbekümmerter. Was die weiteren, aufkommenden Risiken – sowohl was das eigene Land betrifft als auch die Welt im Allgemeinen – zeichnet sich das gleiche Bild und die Schweiz gibt sich wenig verwundbar. Mit ein Grund für diesen positiveren Blick in die Zukunft dürfte sich nicht zuletzt im Vertrauen finden, das die Bevölkerung in ihre Institutionen setzt: Fast drei Viertel der Befragten und somit weit mehr als der globale Durchschnitt ist der Meinung, dass ihre nationalen, öffentlichen Einrichtungen zur Problemlösung aufkommender Herausforderungen beitragen werden.

Vertrauen in Globalisierung lässt nach

Befragt wurden die Studienteilnehmenden auch nach ihrer Meinung zur stetig voranschreitenden Globalisierung: 54 Prozent aller Befragten sehen positive Effekte in der wachsenden, globalen Vernetzung und versprechen sich langfristige Vorteile für die Weltbevölkerung daraus – die Teilnehmenden aus der Schweiz bewerteten diesen Aspekt übrigens exakt gleich wie der globale Schnitt. Vor einem Jahr lag letzterer jedoch noch um ganze 7 Prozent höher. Entsprechend mehr Menschen stehen der Globalisierung heute kritischer gegenüber und sehen mehr negative Auswirkungen damit verbunden als noch vor einem Jahr.

Dennoch ist eine Mehrheit – nämlich 55 Prozent der Überzeugung, die möglichen künftigen Bedrohungen müssen auf globaler Ebene angepackt werden. Auf Stufe der Kontinente liegt das Vertrauen dazu mit 13 Prozent markant tiefer als bei den einzelnen Ländern. Diese sehen 26 Prozent in der Pflicht, auf zukünftige Risiken vorbereitet zu sein und entsprechend zu agieren. (axa/hzi/kbo)