Lloyd's, der älteste und grösste Versicherungsmarkt der Welt, hat Berichten zufolge erklärt, dass er neue Sanktionen gegen Russland unterstützen wird: Patrick Tiernan, Lloyd's Chief of Markets, sagte gegenüber der Straits Times: «Wir arbeiten proaktiv mit der britischen Regierung und den internationalen Aufsichtsbehörden zusammen, während sich die Situation entwickelt, und werden alle Sanktionen unterstützen. Wir beobachten weiterhin die äusserst besorgniserregende Situation in der Ukraine und unsere Gedanken sind in erster Linie bei den direkt Betroffenen.» Medienberichten zufolge soll Tiernan an einem Treffen mit Premierminister Boris Johnson teilgenommen haben, bei dem die neuesten Sanktionen ausgearbeitet wurden. «Wir arbeiten eng mit dem gesamten Lloyd's-Markt und den einschlägigen Verbänden zusammen, um das effiziente Funktionieren unseres Marktes während der Krise für alle Kunden und Beteiligten zu gewährleisten», so Tiernan weiter.

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Es wird erwartet, dass die neuen Sanktionen erneut zu starken Schwankungen auf den Märkten führen könnten, wobei unter anderem höhere Rohstoffpreise und Inflation zu befürchten sind. Seit Beginn der Invasion gab es bereits massive Auswirkungen auf den Ölpreis, der den höchsten Stand seit 2014 erreichte. Da nun neue Sanktionen in Kraft treten, werden die Händler abwägen, was sie für die Weltwirtschaft bedeuten.

Versicherungsbranche gefährdet

Der Krieg in der Ukraine wird eindeutig weitreichende Auswirkungen auf Branchen aller Art und Grösse haben, und Analysten warnten kürzlich, dass die Versicherungsbranche in zahlreichen Bereichen gefährdet ist. Da die Invasion andauert und die Welt abwartet, was Russlands Präsident Wladimir Putin als Nächstes tut, ist es noch zu früh, um zu sagen, was der Krieg für die Rück-/Versicherungsbranche und andere globale Sektoren bedeutet. Letzte Woche hat der Chief Financial Officer (CFO) des globalen Rückversicherers Swiss Re, John Dacey, diese Ungewissheit bekräftigt und gesagt, dass sein Unternehmen und der gesamte Markt abwarten müssen, wie sich die Situation entwickelt. Zu den spezifischen Risiken von Swiss Re sagte Dacey, dass sie auf der Anlageseite unwesentlich und auf der Passivseite bescheiden seien. (reinsurance news/hzi/kbo)