Ein neuer Bericht der Geneva Association mit dem Titel «The Role of Insurance in Promoting Social Sustainability» hebt den grossen sozialen Nutzen der Versicherung hervor, indem er finanzielle Stabilität und Sicherheit für Menschen und Unternehmen bietet. Die Geneva Association schätzt, dass die Versicherer durch Versicherungsansprüche und Leistungsauszahlungen jährlich 5-5,5 Billionen Dollar zur globalen finanziellen Widerstandsfähigkeit beitragen.

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Bewertung des sozialen Fussabrucks

Um die soziale Nachhaltigkeit weiter voranzutreiben, rät der Bericht den Versicherern, ihr Impact Underwriting und ihre Investitionsaktivitäten sowie die Due-Diligence-Prüfung von Risiken im Zusammenhang mit ihren Kunden, Investitionspartnern und Geschäften – von Menschenrechtsverletzungen bis hin zu algorithmischen Verzerrungen — zu verbessern. Der Bericht schlägt einen Rahmen für Versicherer zur Bewertung ihres «sozialen Fussabdrucks» vor, der sich am Ansatz des Treibhausgasprotokolls zur Offenlegung von Kohlenstoffemissionen orientiert:

  • Scope 1 ist die soziale Auswirkung eines Versicherers auf seine Mitarbeiter.
  • Scope 2 ist die Auswirkung des Versicherers auf die Gemeinden.
  • Scope 3 umfasst die sozialen Auswirkungen des Versicherers auf die gesamte Wertschöpfungskette, von der Risikoübernahme über den Service bis hin zu den Investitionen -– vorgelagert (Partner in der Wertschöpfungskette) und nachgelagert (Kunden und Investitionsempfänger).

Soziales Engagement ausbauen

Jad Ariss, Geschäftsführer von The Geneva Association: «Es liegt auf der Hand, dass die Unternehmen mehr für die soziale Nachhaltigkeit tun müssen, insbesondere angesichts der Auswirkungen der Pandemie und des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. Die Versicherer standen schon immer an der Spitze dieser Agenda und werden dies auch in Zukunft tun. Der Kern des Versicherungsgeschäfts besteht darin, die Gesellschaft zu schützen, finanzielle Sicherheit und Seelenfrieden zu bieten und die Erholung nach Schocks zu unterstützen. Dennoch können die Versicherer ihren Einfluss in diesem Bereich ausbauen und müssen sich mit dem Fehlen geeigneter Metriken auseinandersetzen. Wir hoffen, dass unser Bericht als Leitfaden dient.»

Dreistufiger Ansatz

Der Autor des Berichts, Kai-Uwe Schanz, stellvertretender Geschäftsführer und Direktor für sozioökonomische Resilienz bei The Geneva Association, fasst zusammen: «Der Bericht empfiehlt den Versicherern, einen dreistufigen Ansatz für das Management der sozialen Nachhaltigkeit zu verfolgen. Erstens, die Maximierung der inhärent positiven sozialen Auswirkungen von Versicherungen; zweitens, der Schutz dieser Vorteile durch sorgfältige Abmilderung potenziell negativer Auswirkungen; und drittens, die Erkundung des Spielraums für zusätzliche, wirtschaftlich tragfähige soziale Vorteile. Auf der Grundlage dieses Ansatzes glauben wir, dass Versicherer ihre Rolle bei der Bereitstellung gesellschaftlich relevanter Leistungen weiter ausbauen können. Dies ist wichtiger denn je, da der Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft sozial gerecht und integrativ sein muss.» (pm/hzi/sec)