Zwei grosse europäische Versicherungsgruppen, Axa aus Frankreich und Generali aus Italien, untersuchen gegenwärtig, ob sich nicht spezielle Kraftfahrt-Versicherungsangebote für grüne Autofahrer schaffen lassen. Generali bietet schon sei einem Jahrzehnt Tarife für Fahrer mit geringen Fahrstrecken an. Nun aber geht es darum, spezielle Versicherungstarife für die Benutzer von umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen zu schaffen.

Analysiert werden dazu gegenwärtig die Schadensmeldungshäufigkeit elektrischer Fahrzeuge und die durchschnittlichen Reparaturkosten. Aus der Kombination beider Daten sollen - wenn möglich - Nachlässe auf die Standardprämien gewährt werden.

Fahrleistung und Material

Axa strebt dagegen als Basis spezieller Tarife nach einer niedrigeren Fahrleistung und der Verwendung dauerhafteren Materials im Automobilbau. Andere Versicherer denken in die gleiche Richtung. Dazu zählt beispielsweise die Aviva-Gruppe. Aviva verweist dabei darauf, dass in der Gebäudeversicherung klimafreundliche Einrichtungen, wie Solarzellen und Wärmepumpen trotz ihrer beträchtlichen Anschaffungskosten nicht die Prämien nach oben trieben. Eine positive Reaktion der Versicherer auf klimafreundliches Handeln ihrer Kunden müsse auch in der Autoversicherung finanziell belohnt werden.