Die Swiss Life hat im vergangenen Jahr im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge (BVG) deutlich weniger Prämien eingenommen. Allerdings stieg gleichzeitig der Anteil der Firmen, die sich für eine teilautonome Lösung entschieden haben.

Insgesamt nahm der Prämienertrag in der am Donnerstag veröffentlichten BVG-Betriebsrechnung der Swiss Life um ein Fünftel auf 9,24 Milliarden Franken ab. Der Gesamtertrag inklusive der Nettoanlageerträge ging ebenso klar auf 10,5 Milliarden Franken zurück.

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Der Rückgang bei den Bruttoprämien sei auf ausserordentlich hohe Einmalprämien zurückzuführen, welche die Swiss Life im Jahr 2019 aufgrund des Rückzugs von Konkurrentin Axa aus der Vollversicherung schreiben konnte, heisst es. Dieser Effekt fiel 2020 weg.

Anlagerisiken von den Kunden mitgetragen

Insgesamt habe sich aber die Bestandes- und Kostenstruktur der Swiss Life im BVG-Geschäft weiter verbessert, heisst es weiter. Die dafür massgebenden periodischen Prämien etwa nahmen um 1,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken zu, das Betriebsergebnis sank auf 115 Millionen nach 132 Millionen Franken im Jahr zuvor und die Anzahl Verträge wuchs um 2 Prozent auf 47'945.

Dabei sei die Nachfrage nach teilautonomen Vorsorgelösungen gestiegen, wo die Anlagerisiken von den Kunden mitgetragen werden und ein Versicherer weniger Kapital bereitstellen muss. Im Neugeschäft stieg der Anteil in diesem Segment auf 48 Prozent nach zuvor 19 Prozent. Per Ende 2020 verzeichnete die Swiss Life in der Teilautonomie insgesamt 7250 Anschlüsse, was einem Wachstum von 22 Prozent entspricht.

Auch Axa Schweiz und Helvetia hatten für 2020 geringere Prämieneinnahmen und mehr Kunden mit teilautonomen Vorsorgelösungen gemeldet:

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(awp/gku)