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Börsenwert
CS-Führungsduo verspricht einen steigenden Aktienkurs

Urs Rohner, right, president of the board of directors of Switzerland's second biggest bank Credit Suisse (CS) and Tidjane Thiam, left,  CEO, during the start of the general assembly at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, Friday, April 27,  2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

CS-Chef Tidjane Thiam und Präsident Urs Rohner.

Quelle: © KEYSTONE / WALTER BIERI

Das Führungsduo ist unzufrieden mit der Entwicklung der CS-Aktie. Für die Börsenperformance in diesem Jahr gibt es sich aber gute Noten.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Die Führungsspitze der Credit Suisse hat am Freitag vor den Aktionären versucht, die schlechte Aktienkursentwicklung zu rechtfertigen, und verwies vor allem auf das schwierige Umfeld. Für die nächsten Jahre schürte das Management hingegen Zuversicht. «Wir versprechen, dass wir von nun an unseren Buchwert pro Aktie erhöhen werden, was mit der Zeit zu einem Anstieg des Aktienkurses führen dürfte», sagte Konzernchef Tidjane Thiam in seiner Rede im Hallenstadion in Zürich.

Es sei berechtigt zu fragen, «warum der Aktienkurs dort ist, wo er ist», wenn die Strategie doch so erfolgreich sei, sagte Thiam. Die Entwicklung des Aktienkurses hänge jedoch nicht allein von der Entwicklung der Credit Suisse, sondern auch vom Branchenumfeld ab. So habe der europäische Bankensektor in den letzten Jahren zwei Phasen mit grösseren Bewertungsrückgängen erlitten: Zwischen Sommer 2015 und 2016 verloren die Aktienkurse der europäischen Banken laut Thiam 48 Prozent und im vergangenen Jahr 33 Prozent.

«Konnten klar nicht zufrieden sein»

Die Credit Suisse sei nach dem Abschluss der Restrukturierung Ende letzten Jahres nun «eine im Wesentlichen andere und stärkere Bank», sagte derweil Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. «Wir haben unsere Ziele weitgehend erreicht.» Man stehe heute auf einem soliden Fundament und sei in der Lage und bereit, nachhaltigen Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen.

Die Performance des vergangenen Jahres und des ersten Quartals 2019 würden die «grossen Fortschritte» widerspiegeln. «Jedoch konnten wir im vergangenen Jahr mit der Entwicklung unseres Aktienkurses klar nicht zufrieden sein», gestand auch Rohner ein. Aber auch er verwies in erster Linie auf das Umfeld. Dem europäischen Bankensektor mache vor allem das anhaltend tiefe Zinsumfeld in Europa zu schaffen, was auch dessen Attraktivität gegenüber dem US-Bankensektor reduziere.

Im laufenden Jahr habe sich der CS-Aktienkurs indes wieder einmal sehr gut entwickelt. Mit einer Kursperformance von 27 Prozent (Gesamtmarkt +18,5 Prozent) bis zum Börsenschluss am Donnerstag habe man sich von den europäischen Mitbewerbern abgesetzt.

Am Mittwoch hatte die Credit Suisse Zahlen zum ersten Quartal publiziert. Der Reingewinn stieg um 8 Prozent auf 749 Millionen Franken und war damit deutlich höher als im Markt erwartet. Die Erträge sanken allerdings um 4 Prozent auf 5,39 Milliarden Franken.

(sda/mbü/bsh)

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