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Diese Aktie steigt dank Schönheitsoperationen

Die Tochterfirma von MPH macht Geld mit Schönheitsoperationen. keystone

Gesundheitsaktien sind begehrt, aber dafür ist auch die Bewertung oft nicht mehr wirklich günstig. MPH ist eine Ausnahme. Die Aktie gibt es zum 10er-KGV und mit hohem Discount zum Buchwert.

Von Georg Pröbstl*
am 13.10.2016

Gesundheit ist ein Megatrend. Die Menschen werden immer älter, mit dem Alter steigt der Bedarf an Medikamenten und es werden auch immer mehr Arzneimittel gegen immer mehr Krankheiten entwickelt. Und vor allem: Aufgrund staatlicher Gesundheitssysteme ist die Nachfrage in den Industriestaaten kaum konjunkturellen Zyklen unterworfen.

Folge: Die Geschäfte der Branche laufen rund und vor allem stabil. Kein Wunder, dass Aktien der Healthcare- und Gesundheitsindustrie bei Anlegern begehrt sind. 

Schönheitsoperationen und Arzneimittel

Allerdings sind die Titel der Branche oft nicht mehr wirklich billig. Roche, Novartis oder Stada zeigen 16er- und 17er-KGVs, Eli Lilly aus den USA bringt es sogar auf eine 22er-Gewinnbewertung. Deutlich günstiger können Anleger mit der Aktie von MPH Mittelständische Pharmaholding in den Gesundheits- und Healthcare-Markt investieren.

MPH ist Konzernmutter insbesondere der beiden Gesundheitsfirmen M1 Kliniken und Haemato AG. Während M1 Kliniken auf Schönheitsoperationen spezialisiert ist und in Deutschland mehrere Standorte betreibt, ist Haemato auf Generika und Parallelimporte von Arzneimitteln fokussiert. 

Hohes Wachstum 

Beide Töchter sind sehr wachstumsstark. So steigerte Haemato den Umsatz in den letzten beiden Jahren um 32,3 Prozent und schaffte im ersten Halbjahr 2016 bereits ein Plus von 40,2 Prozent. Und während M1 Kliniken im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 51,7 Prozent verbuchte, gingen die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 81,4 Prozent nach oben. An den Zuwächsen der beiden Töchter verdient MPH einerseits dank von diesen gezahlte Dividenden und andererseits über Kurssteigerungen der beiden Aktien. So kletterte der MPH-Gewinn zwischen April und Juni um 28,7 Prozent auf 11,2 Millionen Euro. Im Halbjahr waren es 19,9 Millionen Euro oder 0,46 Euro je Aktie. 

Der Clou: Während viele Gesundheitsunternehmen wie eingangs geschildert teils auf KGVs um 20 kommen, ist bei MPH in diesem Jahr bei einem geschätzten Gewinn von 0,60 Euro je Aktie eine 5er-KGV-Bewertung drin. Dazu kommt: Die Aktie bietet nicht nur eine hohe nachhaltige Dividende von rund vier Prozent, sondern wird obendrein auch noch rund 20 Prozent unter dem Buchwert von geschätzt etwa 3,80 Euro gehandelt. Und das ist dann im Vergleich zur Peer Group doch wirklich günstig.

MPH AG
ISIN:
DE000A0L1H32
Gewinn je Aktie 2017e: 0,30 €
KGV 2017e: 10,6
Dividende 2016e: 0,12 €/3,8%
EK je Aktie: 3,80 €
EK-Quote: 70,0%
KBV: 0,8
Kurs/Ziel/Stopp: 3,18/4,20/2,20 €

 

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Seit dem Jahresbeginn erreicht das Musterdepot eine Performance von +13 Prozent, während der DAX stagniert. Seit dem Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +259 Prozent (DAX: +63 Prozent).

 
 
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