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Kapitalflucht: China schliesst ein Schlupfloch

Shanghai: Banken müssen beim Kampf gegen Kapitalflucht mitmachen. Keystone

Chinas Regierung kämpft gegen die Kapitalflucht. Neu müssen Banken in Shanghai bei Überweisungen ins Ausland die gleiche Summe von einem Konto im Ausland auf ein Konto in China gutschreiben.

Veröffentlicht am 23.01.2017

China hat laut einem Pressebericht die Kapitalverkehrskontrollen weiter verschärft und ein Schlupfloch geschlossen. Banken am Finanzplatz Shanghai dürften zwar Geld ihrer Kunden ins Ausland überweisen. Allerdings müssen die Geldhäuser im Gegenzug die gleiche Summe von einem Konto im Ausland auf ein Konto in China gutschreiben, berichtet «Financial Times» am Montag.

Mit der Massnahme will die Regierung in Peking die Kapitalflucht aus China eindämmen, so die Zeitung, die sich auf mehrere Personen berief, die mit den neuen Regeln vertraut seien.

Kein Kommentar der Notenbank

Bisher mussten die Banken in Shanghai nur einen Teil des Geldes, das Kunden ins Ausland transferieren, im Gegenzug auf chinesischen Konten gutschreiben. Die chinesische Notenbank wollte den Bericht auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.

Chinas Regierung stemmt sich derzeit mit Kapitalverkehrskontrollen gegen eine besorgniserregende Kapitalflucht aus dem Land. Diese hatte zuletzt den Kurs der chinesischen Währung im Handel mit dem US-Dollar deutlich belastet.

(sda/gku/jfr)

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