Die spanische Grossbank Santander hat für zehn Milliarden Euro Grundstücke, Häuser, Wohnungen und Hotelgebäude an den US-Investor Blackstone verkauft. Der grösste Immobiliendeal in der spanischen Geschichte folgt der Übernahme der maroden Banco Popular durch das grösste Geldhaus des Landes.

Das Portfolio war ursprünglich rund 30 Milliarden Euro wert gewesen, wegen der Immobilienkrise der vergangenen Jahren war der Wert allerdings massiv nach unten gegangen. Inzwischen erholen sich die spanische Bauwirtschaft und der Häusermarkt wieder.

Ausländer investieren im grossen Stil

Auch ausländische Investoren sind auf der iberischen Halbinsel wieder aktiv. Sie standen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Madrid bereits 2015 wieder für rund ein Drittel der Gesamtinvestitionen in dem Sektor in Höhe von 22 Milliarden Euro. Vor allem die Regionen rund um Barcelona und Madrid werden wieder beliebter. Dennoch steht acht Jahre nach dem Höhepunkt der Krise immer noch gut eine halbe Million Häuser in Spanien leer.

Die Übernahme und Rettung der unter einem Berg fauler Kredite leidenden Banco Popular durch Santander im Juni folgte auf eine schwere Bankenkrise vor fünf Jahren, die Spanien rund 40 Milliarden Euro gekostet hatte.

(sda/mbü)