Der amtliche Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im Februar auf ein Rekordtief von 35,7 Punkten nach 50,0 Punkten im Januar, wie das Statistikamt am Samstag mitteilte. Damit liegt er deutlich unter der Marke von 50 Zählern, ab der anziehende Geschäfte signalisiert werden.

Selbst zum Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren war der Index nicht so deutlich eingebrochen. Von Reuters befragte Analysten hatten für Februar mit einem Abrutschen auf 46 Punkte gerechnet. Das wäre aber auch schon der niedrigste Stand seit Januar 2009 gewesen. Das Barometer für den Dienstleistungssektor brach auf 29,6 Punkte ein von 54,1 Zählern im Januar.

Die Daten liefern erste offizielle Hinweise auf den momentanen Zustand der chinesischen Wirtschaft und zeigen, wie schwer das Virus sie getroffen hat. Das Coronavirus hat dazu geführt, dass Waren nicht ausgeliefert werden konnten oder gar nicht erst produziert wurden: Fabriken wurden vorübergehend geschlossen, wegen Ansteckungsgefahren mussten die Arbeiter zu Hause bleiben.

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(reuters/dhü)