Der Euro kostet seit dem Dienstag weniger als einen Franken. Doch die Entwicklung geht von der Gemeinschaftswährung aus. Auch gegenüber dem Dollar ist ihr Kurs auf den tiefsten Stand seit fast 20 Jahren gefallen. Grund sind die wachsenden und berechtigten Sorgen um die konjunkturellen Aussichten Europas.

Das jüngste Warnsignal war, dass Deutschland erstmals seit 30 Jahren ein Aussenhandelsdefizit verzeichnet hat.

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Nicht nur die Exporte Deutschlands brachen ein, die massiv gestiegenen Kosten für Energie erhöhten zudem die Importausgaben. Die Entwicklung zeigt sich überall in Europa. Die Teuerung und die Gefahr einer Energieknappheit sind noch nicht einmal die einzigen Risiken.

Weil sie jetzt die Inflation bekämpfen muss, kann diesmal auch die Europäische Zentralbank nicht mit Geldschüben rettend einspringen.

Für die Schweiz wäre eine Rezession in Europa angesichts der engen wirtschaftlichen Verflechtung das weitaus grössere Problem als die jüngste Aufwertung des Frankens.