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Emmi, Zweifel & Co. in Deutschland bis zu 70 Prozent günstiger

Schweizer Produkte kosten in den deutschen Supermärkten deutlich weniger als hiezulande. Und nicht immer ist erkennbar, dass sie von hier stammen.

Veröffentlicht am 04.03.2012

In Schweizer Läden kosten Schweizer Produkte bis zu 70 Prozent mehr als in Deutschland, schreib die Zeitung «Der Sonntag». Zweifel-Chips, Lindt-Schokolade, Emmi-Milchprodukte - die Regale der Supermärkte im Nachbarland sind voll von Schweizer Produkten. Und diese sind zum Teil erheblich günstiger als hierzulande. So kostet der Caffè Latte von Emmi in der Schweiz 42 Prozent mehr, die Lindt-Schokoladetafel ist 39 Prozent teurer, die Zweifel-Chips 31 Prozent. Außerdem findet man in den deutschen Läden zahlreiche Produkte, bei denen erst bei genauem Hinsehen klar wird, von welchem Schweizer Hersteller sie stammen. So verkaufen Edeka und Rewe Biskuits unter der Handelsmarke «Swiss Delice», die vom Migros-Industriebetrieb Midor in Meilen ZH hergestellt werden.

Für das praktisch gleiche Guetzli zahlt man aber in der Schweizer Migros-Filiale bis zu 70 Prozent mehr. Bei Aldi werden die Migros-Biskuits unter dem Eigennamen «Schweizer Gebäck» verkauft, bei Lidl heissen sie «Catago» und bei Penny «Almtaler». Alle sind unschlagbar günstig. Gegenüber dem «Sonntag» bestätigt Migros-Sprecher Urs-Peter Naef, dass die Migros-Industrie die Grossverteiler Edeka und Rewe sowie die Harddiscounter Aldi, Lidl und Penny mit eigenen Produkten beliefert. Es seien aber nie die identischen Produkte, selbst wenn die Inhaltsangaben gleich seien. So könne das Guetzli in Deutschland aus günstigeren Nüssen hergestellt sein als jenes in der Schweiz.

Nebst Midor beliefern auch die Migros-Industriebetriebe Chocolat Frey und Bischofszell Nahrungsmittel AG deutsche Läden. Beispielsweise kostet eine Nougat-Schoggitafel der Marke Giandor in den Schweizer Migros-Läden 60 Prozent mehr als die fast gleiche «Schweitzers»-Schoggi bei Edeka. «Diese Unterschiede sind durch nichts zu rechtfertigen», sagt Sara Stalder, Geschäftsführerin der Schweizerischen Stiftung für Konsumentenschutz. Die Hersteller wehren sich gegen diese Kritik und halten die Preisdifferenzen für gerechtfertigt. Es würden Arbeitsplätze in der Schweiz gesichert.

(laf)

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