1. Home
  2. Konjunktur
  3. Übernahmen und Fusionen sind bei Brexit gefährdet

Umfrage
Übernahmen und Fusionen sind bei Brexit gefährdet

Dunkle Wolken über London: Was passiert bei einem Brexit? Keystone

Falls die Briten für einen Brexit stimmen sollten, würden Übernahmen und Fusionen in Europa einen Dämpfer erhalten. Das zeigt eine Umfrage unter Experten. Die Folgen wären für viele Länder gravierend.

Veröffentlicht am 19.06.2016

Übernahmen und Fusionen (M&A) in Europa könnten einen empfindlichen Dämpfer erhalten, falls die Briten für einen Brexit stimmen sollten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Intralinks Holdings Inc. unter M&A-Experten, die am Freitag vorgelegt wurde. Rund zwei Drittel der Befragten rechnen demnach mit negativen Auswirkungen auf europäische Anlageklassen. Dies wiederum könnte Auswirkungen auf die europäische Konjunktur haben, besonders auf Länder wie Deutschland, das stark von Transaktionen mit China abhängt.

«Bei den Entscheidungsträgern herrscht die Meinung vor, dass ein Brexit Chaos für das M&A-Geschäft in Europa bedeuten würde», hiess es von Philip Whitchelo von Intralinks: «Ein Votum für den Austritt Grossbritanniens aus der EU könnte Anlagen in Europa insgesamt stark beeinträchtigen, wobei ausländische Käufer bei einem Ausscheiden der Briten aus Europa künfig weniger bieten dürften. Dies könnte fatale Folgen für die europäische Wirtschaft und natürlich auch für die Grossbritanniens über eine Reihe von Jahren haben.»

Experten glauben nicht an Austritt

Allerdings rechneten 80 Prozent der Experten weltweit und 84 Prozent derjenigen in Grossbritannien nicht mit einem Austritt, urteilte Intralinks. Umfragen sind unterdessen weniger zuversichtlich. Ergebnisse von insgesamt sieben Referenden in dieser Woche deuten auf eine Entscheidung für einen Brexit, wie Daten von Bloomberg nahelegen. Eine Umfrage deutet auf ein unentschieden hin. Intralinks, die sonst Unternehmen Technologien für die sichere Weitergabe von Informationen anbieten, hatte 1421 Experten in diesem Monat befragt.

(bloomberg/gku)

Anzeige