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Gedopt: Pharmafirmen schönen Exportstatistik

Schweizer Grenze: Pillen und Pülverli sind der Exportschlager. Keystone

Schweizer Firmen haben Mühe auf dem Weltmarkt. Das Exportvolumen in den meisten Branchen sinkt zu Beginn des neuen Jahres. Nur die Pharmafirmen sind im Hoch.

Veröffentlicht am 21.02.2017

Die Pharmaindustrie hat im Januar die Schweizer Exporte um 5,3 Prozent auf 18,1 Milliarden Franken anschwellen lassen. Die restliche Exportwirtschaft hingegen ist weniger gut ins Jahr gestartet. Ohne die Pharmaindustrie schrumpften die Exporte um 5 Prozent.

Am stärksten fiel der Rückgang mit 23,5 Prozent bei den schwankungsanfälligen Fahrzeugausfuhren aus. Der Grund: Im Januar wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger Flugzeuge ins Ausland geliefert, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Uhrenindustrie im Tief

Die Uhren- und Schmuckindustrie schaffte es auch zu Jahresbeginn nicht aus der Krise. Bijouterie und Juwelierwaren büssten bei den Ausfuhren 13,4 Prozent ein, Uhren 11,3 Prozent ein. Für die Uhrenindustrie war es der drittniedrigste Umsatz seit August 2012.

Die nach der Pharmaindustrie zweitgrösste Exportindustrie Maschinen- und Elektronik importierte 1,3 Prozent weniger. Dagegen schaffte die Metallindustrie ein Plus von 6,1 Prozent.

Textilien im Hoch

Auch Textilien, Bekleidung und Schuhe zeigten ein Exportwachstum von 11,2 Prozent. Allerdings stecken hinter diesem Plus Retouren von zuvor im Internet bestellten Kleidungsstücken. Weiterhin unangefochtene Exportlokomotive ist die Chemisch-Pharmazeutische Industrie, die 17,1 Prozent mehr exportierte.

Die Einfuhren gingen im Januar um 1,2 Prozent auf 13,4 Milliarden Franken zurück. Auf die Importe drückte insbesondere ein Rückgang bei den Fahrzeugimporten, der von weniger eingeführten Verkehrsflugzeugen herrührt.

(sda/ise)

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