Es ist die Kennzahl, auf die wir bald noch genauer achten werten: die Arbeitslosenquote. Die Schweiz war sich jahrelang gemütliche Werte von zwei bis drei Prozent gewöhnt – und eigentlich stöhnten Unternehmen wie Wirtschaftspolitiker eher über den Fachkräftemangel als über Entlassungen.

Mit der Coronakrise könnte sich das ändern. Derzeit liegt die Arbeitslosigkeit noch bei 3,2 Prozent (was auch saisonale Gründe hat, im Mai hatte der Wert 3,4 Prozent erreicht). Doch nun, so melden viele Branchen, stehen umfangreiche Entlassungen an. Einen «deutlichen Stellenabbau» in den nächsten zwölf Monaten prognostiziert beispielsweise der wichtigste Industrieverband, die Swissmem

Doch wie gross ist das Ausmass? Unsere Grafik der Woche versammelt die Erwartungen wichtiger Prognoseinstitute wie BAK, Créa und Kof, ferner von Seco und Economiesuisse sowie der Analysten von ZKB und Credit Suisse.

Arbeitslosigkeit Prognosen Schweiz 2021
Quelle: Statista
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Da lässt sich herauslesen, dass die Ökonomen fürs nächste Jahr im Durchschnitt eine Arbeitslosen-Rate von 4,3 Prozent erwarten. Das wäre deutlich mehr als im Nach-Finanzkrisen-Jahr 2009 (3,7 Prozent).

Oder anders formuliert: Solch ein Niveau wurde bislang nur zweimal erreicht – nämlich 1997, nach der Immobilienkrise; und in der Grossen Depression der 1930er Jahre.

(Quelle: Statista — rap)