Wohngemeinschaften sind im Trend. Vor zehn Jahren teilten sich nur etwa mehr als 1,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung ihre Wohnung – 2018 waren es bereits 2,7 Prozent. Das geht aus einer Studie von Raiffeisen Schweiz hervor.

Längst würden sich nicht nur Studentinnen und Studenten für diese günstige und flexible Wohnform entscheiden. Auch junge Berufstätige und vor kurzem zugezogene Ausländer ziehe es vorwiegend in den grossen urbanen Zentren in diese gemeinschaftliche Wohnform.

Während sie für eine Mehrheit nur eine Übergangslösung sei, gebe es aber durchaus viele Dauer-WGs in allen Alters- und Einkommensklassen. 

Dennoch: Es sind vor allem junge Menschen, die in Wohngemeinschaften leben, wie die Grafik der Woche zeigt – unter den 20- bis 30-Jährigen ist die Wohnform besonders verbreitet.

Grafik der Woche - Wohngemeinschaften

WGs ist in der Schweiz vor allem eine Lebensform für Junge: Mitte-Zwanziger leben besonders häufig in Wohngemeinschaften.

Quelle: Raiffeisen/Statista
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Wohnkommunen sind selten

Mit 85,5 Prozent ist laut der Studie die Zweier-WG die beliebteste WG-Form, 12 Prozent sind Dreier-Gespanne. Gross-Wohnkommunen mit mehr als drei Personen seien hierzulande dagegen eine Seltenheit. In gerade einmal 1,8 Prozent der WG-Haushalte leben vier Personen, nur 0,6 Prozent weisen fünf oder mehr Bewohner auf.

Mit einem Anteil von 59 Prozent wohnen Frauen deutlich häufiger in Wohngemeinschaften als Männer. Dabei sind laut Studie 37 Prozent reine Frauen-Wohngemeinschaften, 21 Prozent reine Männer-WG und 42 Prozent gemischte Haushalte.

Der durchschnittliche WG-Bewohner erzielt ein Jahreserwerbseinkommen von rund 65'000 Franken, deutlich untervertreten sind Erwerbstätige mit Löhnen von über 100'000 Franken.

(sda/mbü)