Die lange stockende Privatisierung des grössten griechischen Hafens ist unter Dach und Fach. Das Parlament in Athen billigte am Donnerstagabend den Verkauf des Hafens von Piräus an die chinesische Grossreederei Cosco. Der neue Besitzer zahlt zunächst 280,5 Millionen Euro für 51 Prozent der Anteile, nach fünf Jahren werden weitere 88 Millionen Euro für 16 Prozent fällig.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, der Chef der Privatisierungsbehörde und die Cosco-Führung hatten den Deal Anfang April besiegelt. Nach seinem Wahlsieg im Januar 2015 hatte Tsipras den Verkauf des Hafens auf Eis gelegt. Im Zuge des dritten Hilfspakets für das hoch verschuldete Land gingen die Verhandlungen dann aber weiter.

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Fortschritte bei den Privatisierungen sind eine wichtige Bedingung für die Finanzhilfen der Euro-Parter und des IWF. Sie blieben allerdings bislang hinter den Erwartungen zurück.

(sda/mbü/moh)