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Vermögen
Jeder achte Schweizer ist ein Millionär

Die Schweiz ist klein. Und doch leben hier so viele Millionäre wie in kaum einem anderen Land auf der Welt – selbst mehr als in Deutschland. Das gilt auch für die Ultrareichen.

Von Mathias Ohanian
am 10.06.2014

In der Schweiz gab es im vergangenen Jahr insgesamt 435'000 Haushalte mit einem investierbaren Vermögen von über einer Million Dollar. Das zeigt der nun veröffentlichte Global Wealth Report des Beratungsunternehmens Boston Consulting. Damit liegt die Schweiz im internationalen Vergleich an fünfter Stelle. Gezählt wurden in der Untersuchung nur Bargeld, Wertpapiere und andere flüssige Mittel. Eigene Unternehmen, Immobilien oder Luxusgüter wurden wurden nicht berücksichtigt.

Die Eidgenossenschaft lässt eine Vielzahl von deutlich grösseren Ländern hinter sich: So leben etwa in Deutschland (386'000), Kanada (384'000) oder Italien (281'000) deutlich weniger Millionäre. In den Niederlanden, in Australien und Russland gibt es zahlenmässig gerade einmal halb so viele.

Millionärsdichte ist nur in einem Land auf der Welt höher

Weil die Schweiz vergleichsweise klein ist, fällt hierzulande die Millionärsdichte extrem hoch aus, wie der Bericht ebenfalls zeigt. Der Anteil der Millionärshaushalte an allen Haushalten liebt bei 12,7 Prozent. Damit besitzt statistisch jeder achte Schweizer Haushalt ein Vermögen von umgerechnet mehr als einer Million Dollar.

Nur noch in Katar ist die Millionärsdichte mit 17,5 Prozent rund um den Globus höher. Selbst vermögende Stadtstaaten wie Singapur und Hongkong können der Schweiz in diesem Ranking nicht das Wasser reichen.

388 «Ultrareiche» in der Schweiz

Auch der Anteil der Superreichen ist im weltweiten Vergleich beinahe am höchsten. Laut Bericht sind Haushalte dann «ultrareich», wenn sie über mehr als 100 Million Dollar privates Vermögen besitzen. Davon gibt es in der Schweiz immerhin 388 Familien. Hier rangiert die Eidgenossenschaft international an neunter Stelle.

Unterm Strich entspricht dies einer Ultrareichen-Quote von 11,3 Prozent pro 100'000 Haushalte. Relativ gesehen gibt es demnach nur noch in Hongkong mehr Superreiche. Hinter der Schweiz folgen Österreich und Norwegen.

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