Die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich rechnet in der Schweiz für 2019 neuerdings mit einem robusten Wachstum. Entsprechend hat sie die Prognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigiert. Konkret erhöht die KOF im Rahmen ihrer Sommerprognose die Vorhersage für das BIP-Wachstum 2019 auf +1,6 Prozent, nachdem man im März in der Frühjahrsprognose noch von einem Plus in Höhe von 1,0 Prognosen ausgegangen war. Für 2020 erwarten die KOF-Ökonomen neu ein Wachstum von +2,3 Prozent anstatt der zuvor prognostizierten +2,1 Prozent.

Die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz verlaufe seit Jahresbeginn «günstig», so die KOF. Im ersten Quartal sei die heimische Wirtschaft so stark gewachsen wie seit Herbst 2017 nicht mehr. Für die momentanen gute Verfassung der Wirtschaft sei vor allem die Industrie verantwortlich, hiess es weiter. Zudem spiegelt es die bessere konjunkturelle in Europa in den ersten Monaten des Jahres wider.

Zum voraussichtlich stärkeren Wachstum im kommenden Jahr trage insbesondere der steigende private Konsum. Denn laut KOF-Prognose steigen ab 2020 auch die Reallöhne wieder – erstmals seit zwei Jahren.

Von Unsicherheiten geprägt

Das Umfeld für die hiesige Wirtschaft sei aber nach wie vor von Unsicherheiten geprägt, gibt die KOF zu bedenken. Zwar sei die Weltwirtschaft zu Beginn des Jahres ebenfalls recht kräftig gewachsen.

Im laufenden und den kommenden Quartalen dürfte sich die Konjunktur aber eher verhalten entwickeln, so die Meinung der Experten. Sie verweisen dabei auf die nach wie eine weitere Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China als grösste wirtschaftliche Gefahr für die Schweiz. Vor allem falls er sich auf weitere Exportpartner ausweitet – insbesondere die EU.

(sda/mbü/mlo)