Die Schweizer Wirtschaft ist im dritten Quartal verhalten gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal real um 0,4 Prozent. Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit; die Daten sind noch provisoris.

Im Vorquartal lag das Wachstum bei 0,3 Prozent. Stützend wirkten diesmal insbesondere die Pharma- und Chemiefirmen: Ihre Wertschöpfung und Exporte wuchsen stark. Zudem erzielte der Energiesektor wegen besonders günstiger Wetterbedingungen das stärkste Wachstum seiner Geschichte (+8,2 Prozent).

Auf der anderen Seite vermeldeten konjunktursensitivere Industriebranchen – namentlich jene der Maschinen und der Metalle – erneut Exportrückgänge. Auch auf dem Dienstleistungssektor lastete das ungünstigere internationale Umfeld.

Insgesamt habe sich die konjunkturelle Abkühlung bestätigt. Ökonomen hatten für das dritte Quartal im Schnitt einen BIP-Anstieg von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal vorausgesagt.

Betrachtet nach der Verwendung zeigt sich:

  • Beim privaten Konsum (+0,2 %) schwächte sich die Dynamik gegenüber den Vorquartalen etwas ab;
  • beim Staatskonsum (+0,5 %) zog sie wieder etwas an;
  • die Bauinvestitionen (+0,2 %) wuchsen kaum, ebenso wenig die Wertschöpfung im Baugewerbe (+0,1 %).
  • Die Ausrüstungsinvestitionen (+0,7 %) machten immerhin den Rückgang des Vorquartals wett.

(Seco — Reuters — rap)
 

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