Die Corona-Krise belastet die Unternehmen der Metall-, Eletronik- und Maschinenbranche (MEM). Am meisten leiden sie unter mangelnden Aufträgen. Laut einer Umfrage von Swissmechanic und Bak Economics erwarten die meisten Firmen keine Verbesserungen vor nächstem Frühjahr.  

Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen mangelt es an Aufträgen, die meisten rechnen damit, dass dieser Auftragsmangel mindestens noch sechs Monate bis zu einem Jahr anhält. Ein Viertel der Firmen klagt daher auch über Liquidiätsprobleme. Fast ein Drittel der befragten Unternehmen wird Personal abbauen und einem weiteren Drittel fehlen die Mittel für Zukunftsinvestitionen.

Viele Firmen bauen Stellen ab

Die Branche sei nicht über den Berg, auch wenn das dritte Quartal nach dem grossen Einbruch im Frühjahr wieder etwas besser lief. 70 Prozent der Unternehmen schickten ihre Mitarbeitenden in Kurzarbeit und stellten keine neuen mehr ein. Trotz dieser Massnahmen wird fast ein Drittel nicht um Entlassungen herum kommen.

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Swissmem

  • Viel Unsicherheit, wenig Investitionsbereitschaft. Mehr hier.

Düstere Aussichten 

Angesichts der zweiten Corona-Welle rechnen die meisten Firmen auch im vierten Quartal mit sinkenden Aufträgen – sowohl aus dem Inland, als auch aus Europa und den USA. 

Auch für das kommende Jahr sind die Aussichten düster, zu gross ist die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie und der Wirtschaft. Der Geschäftsklima-Index für die KMU-MEM ist daher im Oktober weiter auf tiefem Niveau. Vierteljährlich befragt Swissmechanic 250 seiner 1400 Mitglieder mit insgesamt 70'000 Beschäftigen über ihre Geschäftslage.

Schweizer Exporteure

  • Zweite Welle belastet die Exportwirtschaft. Mehr hier (HZ+).

(mlo)