5 Jahre «Frankenschock» – aus diesem Anlass befragte das ETH-Institut KOF gemeinsam mit der «Neuen Zürcher Zeitung» 126 Ökonomen aus 19 Institutionen: Was sind die Folgen? Wie geht es weiter?

Die Antworten fielen sehr zwiespältig aus.  Zum Beispiel antworteten 47 Prozent der Befragten, die SNB-Geldpolitik sei «eher» oder «deutlich» zu expansiv – doch ebenfalls 47 Prozent beurteilen sie als angemessen. 

Uneinig war man sich auch beim negativen Leitzins von –0.75 Prozent: 40 Prozent der Ökonominnen und Ökonomen sahen mehr Vor- als Nachteile – derweil dominieren für 38 Prozent die Nachteile.

Bei der Beurteilung des aktuellen Wechselkurses überwiegt der Anteil jener, für die der Franken gegenüber dem Euro derzeit angemessen bewertet (35 Prozent) oder unterbewertet (16 Prozent) ist; 39 Prozent erachten ihn als leicht oder deutlich überbewertet.

Eine Mehrheit glaubt ferner, dass die SNB den Leitzins auf –1.0 Prozent oder sogar noch tiefer senken könnte, bevor die Menschen in der Schweiz wesentliche Anteile ihrer Bankeinlagen abheben und als Bargeld lagern würden. 

Bemerkenswert ist, dass die Ökonomen sich offenbar auf eine lange Zeit mit Negativzinsen einstellen: Eine Mehrheit erwartet, dass die Leitzinsen in fünf Jahren zwischen dem aktuellen Niveau und rund 0 Prozent liegen; also im Minusbereich.

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(rap)

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