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Kreditwürdigkeit
Ratingagentur droht London wegen Brexit mit Herabstufung

London
Die City of London: Europas Finanzzentrum. Quelle: © 2018 Claire Plumridge

Das Brexit-Chaos hat Folgen für die Kreditwürdigkeit von Grossbritannien. Die Ratingagentur Fitch droht mit einer Herabstufung.

Veröffentlicht am 21.02.2019

Die Ratingagentur Fitch hat Grossbritannien für den Fall eines ungeordneten Brexits mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit gedroht. Ein EU-Austritt ohne Abkommen könnte die Wirtschafts- und Handelsaussichten des Landes stark beeinträchtigen.

Dies erklärte die US-Ratingagentur am Mittwoch. Zudem habe sich das britische Wirtschaftswachstum in den vergangenen Monaten bereits abgeschwächt, führte die Agentur aus. Der Ausblick der bestehenden Bonitätseinstufung « AA» wurde als negativ eingestuft. Das bedeutet, dass Grossbritanniens bisherige Note herabgestuft werden könnte.

Harter Brexit droht

Weniger als sechs Wochen vor dem Brexit-Termin wächst die Sorge vor einem ungeordneten Austritt Grossbritanniens aus der EU. Das britische Unterhaus hatte das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen Mitte Januar klar abgelehnt und rechtlich bindende Nachbesserungen am Vertrag gefordert. Dies lehnt die EU ab. Ohne Einigung droht Ende März ein «harter Brexit» ohne Abkommen mit weitreichenden Folgen für Bürger und Wirtschaft.

Fitch erklärte nun, die Auswirkungen eines ungeordneten Brexits auf das britische Wirtschaftswachstum seien nur schwer vorherzusehen. Es könne aber ein Vergleich gezogen werden zur Rezession Anfang der 1990er Jahre, als das britische Bruttoinlandsprodukt über sechs Quartale um zwei Prozent geschrumpft war.

(sda/tdr)

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