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Unabhängigkeit
Russland setzt in der Krise auf Fisch

Ein Fischmarkt in Wladiwostok: Russland ist der weltgrösste Fischproduzent. Keystone

Die Sanktionen des Westens bringen Russland in Bedrängnis. Nun will das Land seine Fischindustrie stärken. Es baut an der Pazifikküste ein Zenrum für den Fischhandel - für hunderte von Millionen Euro.

Veröffentlicht am 03.09.2015

Russland will der heimischen Wirtschaft mit einem Ausbau der Fischerei-Industrie zu mehr Schwung und Unabhängigkeit verhelfen. Das Land benötige im asiatisch-pazifischen Raum einen eigenen Umschlagplatz für Fischerei-Produkte, sagte Landwirtschaftsminister Alexander Tkatschew am Donnerstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Wladiwostok.

In dieser Stadt an der russischen Pazifikküste will Tkatschews ein solches Zentrum schaffen, in dem Fisch und Meeresfrüchte gelagert, verarbeitet und gehandelt werden. Die Kosten dafür von schätzungsweise bis zu 40 Milliarden Rubel (544 Millionen Euro) seien in Zeiten der Wirtschaftskrise zwar hoch. Doch das Vorhaben geniesse Priorität.

Grösste Fischindustrie weltweit

Präsident Wladimir Putin will Russland wirtschaftlich unabhängiger machen. Der Westen hat im Streit über das Moskauer Vorgehen in der Ukraine Sanktionen verhängt, auf die Russland mit Einfuhrverboten für westliche Lebensmittel reagiert hat.

Die russische Fischerei-Wirtschaft ist war eine der grössten weltweit, sie wird aber unter anderem durch eine unzureichende Infrastruktur ausgebremst. Die russische Wirtschaft steckt in einer Krise, die unter anderem auf die Sanktionen, den Lebensmittel-Importstopp und die Rubel-Schwäche zurückgehen.

(Reuters/mbü)

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