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Lebensmittel
Schweizer importieren Mineralwasser und Fastfood

Glas Mineralwasser
Mineralwasser: Schweizer bevorzugen immer häufiger ausländische Marken. Quelle: Keystone

Die Importe von Lebensmitteln haben sich seit 1990 verdoppelt. Vor allem der Kauf von ausländischem Mineralwasser hat explosiv zugelegt.

Veröffentlicht am 12.12.2017

Die Menge der importierten Nahrungsmittel in die Schweiz ist seit 1990 von rund 2 auf etwa 4 Millionen Tonnen gewachsen. Pro Kopf bedeutet das eine Zunahme von 344 auf 499 Kilo.

Die Steigerung der Nahrungsmittelimporte um fast 80 Prozent sei damit dreimal stärker als das Bevölkerungswachstum, heisst es in einem Bericht der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Dienstag. Die Bevölkerung ist im Zeitraum von 1990 bis 2016 um 25 Prozent gewachsen.

22 Prozent der Zunahme entfällt auf Mineralwasser

Den höchsten Wachstumsbeitrag lieferten die Getränke mit 40 Prozent. Diese haben sich seit 1990 mengenmässig verdreifacht, was einer Zunahme von 73 Liter pro Kopf entspricht. Insbesondere der Import von Mineralwasser fiel ins Gewicht. Mineralwasser machte alleine 22 Prozent der Importsteigerung von Nahrungs- und Genussmitteln aus.

Weiter hat die Schweiz mehr Fertigessen, sogenannte verzehrfertige Lebensmittel, vom Ausland geholt. Pro Kopf waren es 40 Kilo. Die stärkste Steigerung verzeichneten die Produkte auf Getreidebasis wie Back- und Teigwaren.

Trotz Importzöllen für Agrarprodukte betrug der Wachstumsbeitrag von Gemüse 9 Prozent, betont die EZV in der Mitteilung. Die Einfuhren stiegen um 14 Kilo pro Kopf, wovon Kartoffeln 11 Kilo ausmachten. Auch die Früchte leisteten einen Wachstumsbeitrag von 8 Prozent. Die Nahrungs- und Genussmittel machten 2016 mit 10 Milliarden Franken 6 Prozent der Gesamtimporte der Schweiz aus.

(sda/me/jfr)

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