Die ausserordentlich hohen und weiter steigenden Schulden der Schweizer Haushalte und Unternehmen könnten im Falle einer Krise zu einem Problem werden, glaubt Moody’s. Zwar verfügten die Haushalte über viele Mittel – namentlich in Form von Immobilien. Doch deren Wert könnte sich als weniger hoch herausstellen, als gedacht.

Diese vage Formulierung von Moody’s kann auch als Warnung vor einem Immobiliencrash verstanden werden. Die hohe private Verschuldung stelle für die Schweizer Banken zunehmend eine Gefahr dar, schreibt Moody’s. Mit der Aussage spielt die Ratingagentur wohl vor allem auf die vielen Hypotheken an, die die Banken vergeben haben.

Zwei Institute werden schlechter bewertet

Das sogenannte Makroprofil der Schweiz – Aaa stabil - sinkt von sehr stark auf stark. Zwei Institute werden anders eingeschätzt, die Berner Kantonalbank und Clientis. Valiant, Banque Heritage, EFG International und die EFG Bank hat die Ratingagentur ebenfalls unter die Lupe genommen.

Dass Schweizerinnen und Schweizer im internationalen Vergleich so hoch verschuldet sind, liegt vor allem am Steuerrecht – wer Hypotheken hält, kann Steuern sparen. In vielen Fällen rechnet es sich deshalb nicht, den Hyothekarkredit rasch zurückzuzahlen.

(mbü)