Unter Präsident Barack Obama haben sich die USA gegenüber Kuba geöffnet. Dank der Annäherung durften Amerikaner wieder ohne Einschränkungen auf der Karibikinsel Ferien machen. Viele nutzten die neue Möglichkeit: Letztes Jahr waren die Amerikaner erstmals die drittgrösste Gästegruppe. Nun ist der Boom jedoch gefährdet. Obama-Nachfolger Donald Trump will Kubareisen für Amerikaner wieder erschweren.

Für Besucher aus anderen Ländern bleibt Kuba voraussichtlich ein begehrtes Reiseziel. Seit Jahren steigt die Zahl der Feriengäste in Kuba. Sehr beliebt ist die Destination auch bei Schweizern, wie die Grafik des Datenanbieters Statista zeigt: 2015 besuchten über 32'000 Gäste aus der Schweiz Kuba – fast zehntausend mehr als im Jahr davor. Die Fluggesellschaft Edelweiss Air fliegt sogar zwei Mal pro Woche direkt von Zürich nach Havanna.

Wichtige Devisenquelle

Der Tourismus ist zur wichtigen Einnahmequelle für das sozialistische Regime von Präsident Raúl Castro geworden. Im vergangenen Jahr setzte der Sektor 1,9 Milliarden Dollar um. Die Tourismusindustrie soll weiter wachsen. Bis 2030 sind auf Kuba über 100'000 neue Hotelzimmer geplant.

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(Mathias Brandt, Statista/mbü)

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