Fortschritte bei der Impfkampagne hätten zu einem Neustart und einem starken Wachstum der Wirtschaft geführt, schreibt die Fed in ihrem halbjährlichen Bericht an den amerikanischen Kongress. In mehreren Branchen werde die Aktivität aber durch Lieferengpässe und Probleme bei der Einstellung von Personal gebremst. Es sei schwierig für Unternehmen, neue Mitarbeiter zu finden, weil viele Menschen noch mit gesundheitlichen oder familiären Problemen zu kämpfen hätten und in dieser Zeit von dem weiterhin vom Bund gezahlten Arbeitslosengeld lebten.

Der Bericht bildet die Grundlage für Kongress-Anhörungen in der kommenden Woche, bei denen Fed-Chef Jerome Powell über den Konjunkturausblick, die Inflationserwartungen und den Wandel der Geldpolitik in der nachlassenden Corona-Pandemie berichten soll. Die Notenbanker um Powell bekräftigen in ihrer im Vorfeld veröffentlichten Einschätzung weitgehend ihre bereits bekannte Position, dass die Konjunkturerholung in den USA auf Kurs sei, während Verbraucher und Unternehmen einen schwierigen Neustart der Wirtschaft bewältigen müssten.

Die Zentralbank stellt zudem fest, dass die Preise stärker gestiegen sind als erwartet. Zu diesem vorübergehenden Inflationsschub habe unter anderem die Materialknappheit beigetragen.

(reuters/dhü)