► 1 Franken wird mehr wert sein als 1 Euro

Was einst Albtraum der Exportbranche war, dürfte 2022 wohl eintreffen: die Parität zwischen Franken und Euro. Derzeit kostet ein Euro noch 1.04 Franken, doch so langsam sollten wir uns an Kurse unter 1.00 Franken gewöhnen. Denn nicht nur könnte die Schweizer Währung in zunehmend unsicheren Zeiten verstärkt als «Safe Haven» dienen und Anleger anlocken – was sie aufwertet. Es ist auch volkswirtschaftlich nichts anderes als richtig, wenn der Franken zum Euro an Wert gewinnt, denn die Inflation ist in der Schweiz deutlich tiefer als im Euro-Raum. Und wenn die Preise hierzulande weniger stark steigen als im Ausland, verkraften auch die Exporteure ein wenig Aufwertung. Das war schon immer so und wird wohl auch noch ein wenig so bleiben. Michael Heim

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► Eile auf der letzten Meile

Wenn Investoren das Stichwort «Quick Commerce» hören, greifen sie enthemmt ins Portemonnaie. 2021 flossen weltweit Milliardensummen in Online-Blitzlieferdienste wie Gopuff, Getir, Flink und Gorillas. Auch in der Schweiz sind solche Dienste, die Lebensmittel blitzschnell ans urbane Publikum ausliefern, auf dem Vormarsch. Allen voran Stash. Das Zürcher Startup tritt mit einem Sortiment von 1100 Artikeln an – und mit dem Versprechen, die Ware in weniger als zehn Minuten zu liefern. Daneben setzen auch Avec Now (Valora) und Hey Migrolino auf Express-Lieferung. Ist Quick Commerce eine lohnende Sache? Oder am Ende ein schneller Geldverbrenner? 2022 werden das die Risikokapitalgeber genauer wissen wollen. Andreas Güntert