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Fed
Zinserhöhung im April unwahrscheinlich

Fed: Vorsichtige Geldpolitik. Keystone

Die US-Notenbank Federal Reserve wird nach Einschätzung eines Führungsmitglieds im April wahrscheinlich nicht an der Zinsschraube drehen. Zwei Zinserhöhungen sollten dieses Jahr aber kommen.

Veröffentlicht am 15.04.2016

Der Präsident der Fed von Chicago, Charles Evans glaubt nicht an einen baldigen Zinsanstieg: «Ich denke, dass die Hürde für einen Schritt beim nächsten Treffen hoch liegt.» Er rechne mit mindestens zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr. «Ich meine, dass die Fundamentaldaten immer noch gut sind.»

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed berät rund alle sechs Wochen über die Leitzinsen. Die nächste Zinssitzung findet Ende April statt - danach folgt Mitte Juni eine weiteres Treffen. Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren ihre geldpolitischen Zügel angezogen.

Angezogene Handbremse

Danach folgten allerdings bislang keine weiteren Zinsanhebungen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte signalisiert, dass lediglich mit einer behutsamen Straffung der Geldpolitik zu rechnen ist. Aktuell hält die Fed ihre Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten die obersten Währungshüter der USA kontrovers über eine baldige Zinsanhebung diskutiert. Viele Experten erwarten momentan, dass die Währungshüter bis Jahresende nur zwei kleine Schritte beschliessen werden.

(reuters/chb)

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