Wer auf einer TED-Konferenz auftritt, muss nicht nur mit Fachwissen glänzen, sondern auch Millionen von Menschen in seinen Bann ziehen. Mehr als drei Milliarden Mal wurden die TED-Beiträge, die öffentlich und kostenlos im Internet zugänglich sind, bereits geklickt. Von daher ist es wohl überflüssig zu erwähnen, dass die Vorträge einer intensiven Vorbereitung bedürfen. 

Auf der Bühne plötzlich ein Blackout zu bekommen, zu stammeln oder rot anzulaufen, ist in TED-Konferenzen nahezu unverzeihlich. Doch auch im Arbeitsleben kann eine schlechte Vorbereitung schnell peinlich enden — vor allem dann, wenn viele Leute anwesend sind, die das Malheur live mitbekommen. Doch was tun, damit es nicht zu einer solchen Situation kommt?

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Leise aufsagen reicht einfach nicht aus

Die meisten von Ihnen werden es sicherlich kennen: Man geht einen Vortrag solange im Kopf durch, bis man ihn quasi in- und auswendig kann. Und dennoch kommt es zu einem Blackout, wenn es dann darauf ankommt. Sie fragen sich, was Sie hätten besser machen können, wenn Sie sich doch so intensiv vorbereitet hatten.

Einen Vortrag lediglich im Kopf durchzugehen oder ihn leise vor sich aufzusagen, reicht schlicht und einfach nicht aus, so Sian Beilock, eine Psychologin der University of California gegenüber dem Onlinemagazin „Inc«. Auch wenn Sie einen Vortrag Tausende Male im Kopf durchgehen, werden Sie nicht damit glänzen können. Wichtig ist stattdessen, unter Stress zu üben. Denn nur dann, wenn Sie sich an den Druck gewöhnen, werden Sie selbstsicher und vermeiden Versprecher — oder noch schlimmer — Blackouts.

Möglichst viele Zuschauer bei der Übung

Diesen Druck bekommt Sie, indem Sie die Vortragssituation so gut wie möglich nachahmen. Je mehr Zuschauer Sie während Ihrer Übungen haben, desto besser ist es also. Auf diese Weise können Sie sich ebenfalls Feedback einholen — denn nur dann, wenn Sie Ihren Vortrag so gestalten, dass er für andere interessant ist, ist er auch gut.

Die TED-Sprecherin und Musikerin Amanda Palmer schwört ebenfalls auf diese Tipps, wie „Inc« berichtet. Bereits neun Millionen Aufrufe hat ihre Rede — in der sie selbstbewusst und selbstsicher auftritt. Doch diese Sicherheit kommt nicht von allein: Über Monate arbeitete sie an ihrem Vortrag und präsentierte diesen regelmässig Freunden, Bekannten, Verwandten, aber auch Barkeepern und ihren Sitznachbarn im Flugzeug. Keine Situation liess sie aus, um zu üben, wie es ist, vor vielen und auch unbekannten Menschen zu sprechen und sich Feedback einzuholen.


Merkte sie, dass Sie Vortrag nicht spannend genug war, schrieb sie ihn entsprechend um — und das immer und immer wieder. Solange, bis die Resonanz ausnahmslos positiv war und sie sich absolut sicher in dem fühlte, was sie tat.

Doch nicht nur TED-Sprecher nutzen diese Methode, um an ihrer Performance zu arbeiten. Auch Arnold Schwarzenegger schwört laut „Inc« auf Wiederholungen. Denn je mehr Sie üben, desto mehr schwindet die Angst vor grossen Auftritten und desto besser beherrschen Sie Ihre Reden.

Eine der besten Rednerinnen der Gegenwart:

Dieser Text ist zuerst im «Business Insider Deutschland» erschienen unter dem Titel «Die besten Sprecher der Welt nutzen diese Strategie, um eine überzeugende Rede zu halten».